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Französische Staats-Regirung : welcher Gestalt selbige ehedessen von der herrsch-süchtigen Königin Catharina von Medices auf türckische Manier gegründet, hernach von den nachfolgenden Königen und deren Haubt-Ministern Richelieu, Mazarini und andern verbindlichst fortgesetzet : und bisshero von König Ludwigen dem Vierzehenden mit gantz unchristlichen, aus der ottomannischen Academie, denen alcoranischen Lehrsätzen gemäss, hervor gekommenen Maximen ausgerüstet, auch auf geschworne und verbindlichste Brüderschafft, den frantzösischen Unterthanen zum äussersten Ruin, in Ubung gebracht worden / auf das Kürtzeste von keinem Passionirten, jedoch aber der türckisch-frantzösischen Regierung wolerfahrnem Ehren-Gemüht beschrieben und mitgetheilet
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jähe ihn mit behörlicher Insiruction/ und liesse denselben an die Otto-mannische Pforten abfertigen/ um alldorten den Hansen im Pfeffer zufinden. ^

Der vrerdte Articul.

Wie der duPon cet sieben Jahr in Türckey siR

aufhält/ und alle Türckische Maximen in

Vier Puncten reZucirer.

N Achdeme auf solche Weise der Spion duPoncet unter dem ehrli-chen Namen eines anständigen Characters zu Constankinopel an-'gelanget war / und sich akldar niedergelassen/ hat derselbe ange-fangen/seiner Commission gemas/in die Quer und in die Lange den Staatdurchzuspühren / und durch seine Speculationes dessen Maximen zu un,tergraben/ ia in der Zeit von sieben Jahren/ welche er in Untersuchungdieses Wercks zugebracht/ die Regierung so vollkömmlich ausgestudiret/daß er alle deren subdividirte oder untertheilte Maximen in vier Haubt-Puntte beschrenckt und zusammen verkürtzt hat; Nach solcher engen Ver-fassung ward er durch die Königin nach Haus beruffen/ welche von ihmfolgende Relation und Instruktion empfienge.

Der Lmffte Arricuk.

Von der Relation des du Poncet an die Kö-

nigin von der Türckischen Regierung/ beste-

hend in vier Maximen.

>Hro Majestäten allertreulichst und unterthämgst zu gehorsamen/^ habe ich diejenige Zeit / welche zu Dero Diensten ich zu Constanti-' nopel zubringen soken/allen mir möglicher; Fleißangewenbet/um dieStaats-Führung der machrigenOttomannischenPforten/an deroSaamenund Wurtzel selbst zu erkennen/ zweiffele auch nicht/ ich werde dieselbe/ be-treffend eine so vergnügliche und fattsame Kundschafft/ eingenommen ha-ben/ daß Eurer Majestäten eine wolgefällige Relation möge zum Füssengelegt werden ; Wann nun Eure Majestät zuvor nicht unbiliich Ursachgespürt haben/ sich verwunderlich nach der Regierungs-Seele umzuse-hen/ welche einen so mächtigen und ungeheuren Land-und Staats-Cör-»er/wie der Ottowannischeist/ die beständige und Harmonische Bewe-LUNL geben könte / so werden sie sich mit einer grossem Verwunderung

A r ein-