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Französische Staats-Regirung : welcher Gestalt selbige ehedessen von der herrsch-süchtigen Königin Catharina von Medices auf türckische Manier gegründet, hernach von den nachfolgenden Königen und deren Haubt-Ministern Richelieu, Mazarini und andern verbindlichst fortgesetzet : und bisshero von König Ludwigen dem Vierzehenden mit gantz unchristlichen, aus der ottomannischen Academie, denen alcoranischen Lehrsätzen gemäss, hervor gekommenen Maximen ausgerüstet, auch auf geschworne und verbindlichste Brüderschafft, den frantzösischen Unterthanen zum äussersten Ruin, in Ubung gebracht worden / auf das Kürtzeste von keinem Passionirten, jedoch aber der türckisch-frantzösischen Regierung wolerfahrnem Ehren-Gemüht beschrieben und mitgetheilet
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^ÜMi/ neueAdels-Briefe mit ziemlichen schweren Unkosten abholen/un-tbeuer haben erkauffen mästen. .

Fünfftens / haben Jhro Merchrisilichste Majestät / wann sie etlicheMillionen Geld einzunehmen gehabt/ den Preist des Geldes vermindert/um im Empfang eine ziemliche Summa zu gewinnen/ und wann die Aus-gaben geschehen sollen/ das Geld wiederum in seinen gewöhnlichen Werthgesetzt

Sechstens hat man den Calvinisten unterweisen das Predigen ver-holten/ und gegen Erlegung gewisser Geld-Summen wieder erlaubt/ih-nen die Glocken von den Kirchen genommen / und wiederum erkauffenlassen/ die Kirchen vermauret/ und um ergleckliche Geld-Mittel wiederumeröffnet.

Dergleichen Jnventiones mehr/ welche ich/um Weitlaufftigkeit zumeiden/verschweige/ geschahen zu dem Ende/ um das Volck zu erschöpf-fen/ und zu dem anstehenden Krieg ungemeine Geld-Mittel zu erschwin-gen/ mästen dann damals in Frankreich versichert ward / daß durch sol,che ungewöhnliche Hebungen 400. Millionen Turneser Pfundenin die Kö-nigliche Schatz-Kammer geflossen waren.

Demnach verkauffre die Krön Frankreich alke Officia/ und wannder König in der Eil eine Summa Geldes wünschet/ so vermehrten JhroMajestät die Anzahl der Staats-Secretariaten/ und verknusten ein je-des / für eine grosse Summa Gelds/ welche die Herren Secretarii dem-nach wiederum trachten/ aus dem Volck zu pressen/ und. also die armenLeute schinden/ und schaben.

Welche Summa Geldes kommet nicht jährlich in die Schatz-Kam-mer durch das Einkommen des Saltzes/ welches zu hoch im Werth gese-Het ist/und den armen Leuten mit solchem Zwang/ (indeme sie jährlich mehr/als sie verbrauchen / nehmen müssen/) aufgedrungen wird / daß sie darü-ber seuffzen/ und weinen. Dieses Einkommen ist das fürnehmste und grös-ste der Krön Franckreich/ also / daß man es für etlichen Jahren/ bey diesiebentzig Millionen geschähet hat.

Ich geschweige der sogenannten Taillien der Gütern / und so vie-ler ander/ so wol gewöhnlichen als ungewöhnlichen/ und Extra-Auflagen/als der Kopf-Steuer/ der Schornstein-Gelder/ Horngelder/ rc.

Was bringt nicht die Schiffahrt/ Insonderheit der Jmpost auf dmWein/ und die Manufakturen ? Kurtz zu sagen/ in Franckreich find dieContributiones ungemein groß / und hat der Bauer nichts zum besten/als einen groben leinen Gürtel / ein Stücke schwartzes mit Kleyen unl»Hülsen vermengtes Brod und Wasser.

Aus Obangeregten erhellet ja Sonnen-klar/ daß der KronFranck,

reich-