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Französische Staats-Regirung : welcher Gestalt selbige ehedessen von der herrsch-süchtigen Königin Catharina von Medices auf türckische Manier gegründet, hernach von den nachfolgenden Königen und deren Haubt-Ministern Richelieu, Mazarini und andern verbindlichst fortgesetzet : und bisshero von König Ludwigen dem Vierzehenden mit gantz unchristlichen, aus der ottomannischen Academie, denen alcoranischen Lehrsätzen gemäss, hervor gekommenen Maximen ausgerüstet, auch auf geschworne und verbindlichste Brüderschafft, den frantzösischen Unterthanen zum äussersten Ruin, in Ubung gebracht worden / auf das Kürtzeste von keinem Passionirten, jedoch aber der türckisch-frantzösischen Regierung wolerfahrnem Ehren-Gemüht beschrieben und mitgetheilet
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Zerren gehabten Relationen vorgab/ durch absonderlichen Befehl Gottes.)UM diesekevelsNOnes zu übersetzen/ worzu der reiche Herr de Gheer zuAmsterdam/ den Unterhalt/ die Unkosten und den Verlag versorgte. SeineigenerOilcchul /^rnolckus, -Professor DreoloZlL in der Universität zuFranecker in Friesland/hat ihn erstlich gebetten/ diese Phantaseysn nichtin Druck auszugeben/ wegen der gefährlichen Conftquenzen/ so darausentstehen möchten / demnach öffentlich deswegen wider ihn geschrieben/und demselben die bittereZahren ausgepreiset.

Die gantze Substantz dieser Illusionen zielte dahin / daß dem aller-christlichsten Könige das grosse Merck vorbehalten sey / alle Völcker desgantzen Erdbodens mnter -ein Joch und unter emeLchr zu bringen / wannderselbe dessen Waffen und Mrcht anwendere / um das Haus Oesterreichzu vertilgen / und das Pabstthum auszurotten. Dahero phantasirt derläppische Drabitius so offt : Leciciit ills MÄAN-l grbor, cecicht Oomus^uttrisca: Item wird die Babylonische Hure und Bestia gar offt ge-nennet / und unter diesem verfluchten abscheulichen Namen die «StadtRom/ ja das gantze Pabstthum verstanden / daß die Calvimsche Brbel inalle Sprachen übersetzet/ und von Orient biß Qccident allen Monarchen/ nigen / Churfürsten und Fürsten sollte übergeben werden / Gott wolledie Hertzen der Potentaten für den Waffen des Frantzösischen Königsfthmeltzen / und sie ihme in die Hände geben / wie vorzeiten den Josua rHolland und Pohlen wurden sehr bedrohet/ dieses / well es die Calvini-schen verfolgte/ jenes / weil es demPfaltz-Grafen nicht hatte zur Böhmi-schen Krön geholffen/ und der Stadt Roschelle nicht beygesprungenwäre.

Indem nun nach diesen Prophezeyungen die grosse Zerrittungen inPohlen entstanden / derRagotzi im Polnischen Zug unglücklich gewesen/wie Drabitius ihme prophezeyet hatte / daß Jhro allerchristlichste Maje-stät vom Pabst Alerandro Vll. die unerhörteSLtisfLÄion exiglrten. DerRuff gienge/ es hätteJansenius einige Besonderheit docirt/ und ziemli-chen zür Calvinischen s'ehr inclinirt/ das neue Testament in Braband wargedruckt worden/ dieKayserliche Printzen mitTod abgangen/ (wie dannder Drabitius prophezeyet/ daß Jhro Kävserliche Majestät und der Königvon Spannten die letzten von dem Oesterreichischen Stamm' seyn wür-den/) und andereApparenzen sich hervor thäten/ fanden die Calvimsterrsich dermaßen in Dero Hoffnung gestärkter/ daß sie für gewiß meinten/der allerchristlichste König würde der Executor dieses grossen Wercks seyn/und unter dem Himmel nur eine Religion siifften/ weil aber gar viel unddie meisten Sachen/ welche diese Hypochondriaci vorgeschwatzt/ nachmalsyicht eingetroffen/ und insonderheit die Zeiten nicht zustimmten / da im

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