Band 
Erster Band.
JPEG-Download
 

Lieh

9

gelbe Licht in der Tliat aus dem rothen und grünen der beiden zerlegten Strah,len gemischt sei, und nicht etwa das gelbe des einen oder des andern Strahlsdarstelle , hält er einen hölzernen Stift von der Dicke einer Federspule, oder einenBleistift, etwa einen halben Fufs weit von der Tafel, dergestalt in den farbigenStrahl, dafs dessen Schatten recht in der Mitte der gedachten gelben Stelle queevhindurch fallt. Dann ist dieser Schatten allemal am untern Rande mit einer sehrschönen grünen, am obern aber mit einer brennend rothen Leiste besetzt, zur»offenbaren Beweise , dafs auf dieser gelben Stelle rothes und grünes Licht zugleichzugegen sei. — Zweiter Versuch. — Nun leitet er den veilchenblauen Theildes untern zerlegten Slrahlenbündels in den grünen des obern , so dafs beideauf dieselbe Stelle der weusen Tafel fallen. Die Mischung ist dann von demhochblauen Lichte eines einzelnen Farbenbiidcs nicht im gerinsten zu unterschei-den , und gedachter Bieistiftschatten erscheint in diesem Lichte am obern Randemit einer grünen, am untern mit einer veilchenblauen Leiste. — DritterVer-such. — F> läfst ferner den gelben Schein des untern Farbenbiidcs auf den rothendes obern fallen und findet die Mischung pommeranzengelb ; auch ist in diesempommeranzengelben. Scheine der Schatten des Bleistiftes am obern Rande roth,am untern gelbverbrämt. — Vierter Versuch. — Er leitet den grünen Theildes untern zerlegten Strahlenbündels auf den gelben Theil des obern Farbenbilde3und findet die Mischung auf der Tafel grüngelb, indem der Schatten des Bleistiftesin diesem gelbgrünen Lichte am obern Rande mit einer hochgelben, am untern miteiner hochgrünen Leiste begränzt ist. — F ün ft er V e r s u c h. — Hierauf Jäfst erden lebhaftesten veilchenblauen Theil des untern Sonnenstrahls in den hochblauen desobern fallen , so dafs abermals beide Theile nur eine gemeinschaftliche Stelle derTafel erleuchten. Auf dieser Stelle nimmt man sodann einen hellen Schein wahr,welcher zwischen dem indigblauen und hochblauen das Mittel hält, oder kornblu-menblau ist, und worin der Bieistiftschatten am obern Rande lebhaft hochblau, amuntern violett erscheint. —Sechster Versuch. — In diesem bringt er den leb-haftesten veilchenblauen Theil des untern Strahles auf die rothe Stelledes obern Far-benbildes , wodurch ein purpurfarbener Schein hervorgebracht wird , worin der ge-dachte Bieistiftschatten am untern Rande mit einer veilchenblauen, am obern abermit einer hochrothen Einfassung besetzt ist. Von dem veilchenblauen Lichte mufsman immer nur den schönsten und lebhaftesten Theil desselben, welcher zunächstüber dem indigblauen erscheint, zu dergleichen Versuchen gebrauchen, dennder übrige p Theil, welcher im Farbenbilde höher hinauf reicht, verliert sich ge-meiniglich gar zu sehr, und ist zu schwach oder zu dünne, als dafs nochmerkliche Wirkungen davon können erwartet werden. — Siebenter Versuch.— Leitet man den hochblauen Theil des untern Strahlenbündels auf die Stelleder Tafel, wo das lebhafteste rothe Licht vom obern zerlegten Strahle zurük*

MEYERS SYST. DARSTELLUNG, I BAND. B