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Erster Band.
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Galvanismus.

Ouecksilber an, koclite dieselbe sehr sorgfältig aus, und kehrte sie in ein iso-lirtes gläsernes Gefäfs um, so dafs ein torricellischer vollkommen luftleerer Raumvon 6 Zoll Röhre und die Kugel darin enstand. Das Barometer wurde vollkom-men isolirt an einem Träger aufgehängt, ein absolut isolirtes Electrometer mitdem Quecksilber des Gefäfses, und der obere Platindraht, der in den luftleerenRaum hineinragte, mit einem Pole der Säule verbunden. Dje ableitende Be-rührung des entgegengesetzten Pols gab nicht die mindeste Divergenz durchdas Innere der Röhre; auch fand das Ausbleiben der Divergenz so gut beim —als 4- Pole statt. ( Gilberts Annalen 1) B. XI. S. 163. f.) 2)

1 ) Ueber die Natur des Galvanischen Reizes waren die Naturforscher in 2 Hauptpartheiengetheilt, von denen die eine mit G alv ani und Thalli denselben für ein eigentümlichesAgens, die andere, deren vorzüglichstes Haupt Volta (welcher anfangs auch zu der er-stem Parthei gehörte ) ist, für identisch mit der Electricität hält. Die letztere ist in denneuem Zeiten bei weitem die stärkere geworden. Hei den Thatsaclien , worauf beide

• Partheien ihre Meinung vorzüglich gründen, werden wir die vornehmsten Anhänger jederHypothese anzuflihren Gelegenheit nehmen. Hob erts Oft meint, das Galvanische Flui-dum sei die erste Säure der Natur, das Hauptagens für die Ecbensbewegungen, das son-stige Fluidum nerveum, ein wahres Gift. Er nennt es Galvanische Säure.

2) Die Galvanischen Phänomene wurden an Thieren zuerst von Aloysus Galvani, Frofefsor derArzneikunde zu Bologna, im Jahre 1791 bemerkt. Als er nemlich in einem Zimmer, das geradevon andern Personen 'zu electrischcn Versuchen gebraucht wurde, einen Frosch griiparirte, und er ge-rade in dem Augenblicke, in welchem Jemand aus einer entfernten electrischcn Kette einen Funken zog,einen Nerven des Frosches mit seinem Scalpell berührte, so ward sogleich der ganze Körper des Froscheszusammengezogen. Er verfolgte diese Entdeckung nun weiter, welche bald die Aufmerksamkeit derNaturforscher in hohem Grade auf sich zog. (Aloysii Galvani de viribus clcctricitatis in motumasculari comnientarius. Bonon. 1791. 4. G alv aui Abhandlungen über die Kräfte der thierischenElectricität auf die Bewegung der Muskeln, nebst einigen Schriften der Herren Valli, Car-minati und Volta; herausgegeb. v. D. Joh. Mayer. Prag. 1793. 8-) Eusebius Valliwiederholte zuerst die Versuche mit einigen Abänderungen. (Journal de Physique , Tom. XLI. p. 66 .•32. Grens Journal der Physik. B. VI. S. 38s.) In Deutschland wurden sie durch Ackermann(vorläufige Bekanntmachung wichtiger Erscheinungen aus den neuesten physiologischen Versuchenüber die Nerven, von D. Ackermann in Mainz; in der Salzb. medic. chir. Zeitung, B. III.S. 289. ü) und Schmuck (Beiträge zur nähern Keimtnifs der thierischen Electricität. Mann,heim 1792. 8-) so durch die Uebersetzmig der Galvanischen Schrift bekannt. — Gren wieder-holte und bestätigte sie in Gesellschaft der Herrn Förster, Kliigel, Reil und Weber ( Be-merkungen über die sogenannte thierische Electricität im Journal der Physik, B. VI. S. 402.n. f. Schreiben des Herrn Prof. Reil über die sogenannte thierische Electricität ebendaselbst,S. 411. u. f.) •— Volta stellte vorzüglich vielt Untersuchungen über diesen Gegenstand an (Schrif-ten über die thierische Electricität, von Alex. Volta; aus dem Ital. übers, und herausgeg.von D" Joh. Mayer. Prag 1793. 8. —- Nachricht von einigen Entdeckungen des Herrn GaLva*i in zwei Briefen von Volta an Cava 11 0, aus den Phil. Trans, von 1793, übersetzt? in