Band 
Erster Band.
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Galvanismus und F e u e z.

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und parallel über demselben den Draht vom Golde, in einer Entfernung von2 bis 10 Linien, so wuchsen gewöhnlieh an dem erstem 3 bis 6 Linien hoheDendriten hervor, die anfangs besonders schön, und feinästig waren, bald abergröber wurden und an Schönheit abnalimen. Ihre Richtung war beständigsenkrecht und aufwärts. An dem darüber gehaltenen Drathe vom Golde ent-standen auch Dendriten, die mchrentheils nach oben , doch zuweilen auch nachunten auswuchsen. Diese Dendriten blieben aber kleiner und feiner, als dieandern am Drahte von Zink. Indessen fand er doch bei öfterer Wiederholungdes Versuchs zuweilen Ausnahmen von den eben beschriebenen Erscheinungen ,und es scheint ihm, dafs die Entstehung und Bildung solcher Dendriten nochvon einigen besondern Nebeniunständen abhängen dürften. Hielt er den Drahtvom Zink oben, und den vom Golde unten, und zwar auch in horizontalerRichtung, so zeigten sich gewöhnlich dieselben Erscheinungen. Oft dauerte eswohl mehrere Minuten, bis die Dendriten erschienen, oft auch nur einige Se-cunden. Sind sie einmal da, so wachsen sie gewöhnlich schnell empor. Nä-herte er in der Flamme des Lichts dergleichen Dendriten einander, so zogensie sich an, und es erfolgten dann öfters kleine Fünkchen, deren weifs-bläu-liches Licht von grofser Intensität war. Es fand gewöhnlich dabei auch einschwaches Geräusch statt, als wenn Blattgold durch die galvanisch - electrischenFunken verbrannt wird. Näherte er einen Dendriten vom Drahte des Goldesoder Zinks, dem einen oder andern dieser Drähte im Lichte, so erschienenebenfalls dergleichen Fünkchen. Bei diesen Versuchen glaubt er auch bemerktzu haben, dafs die sprühenden Eisendrähte nach ihrer Berührung oft starkzusammen hiengen , so sehr, dafs er sie mehrmals mit einiger Gewalt von ein-ander reissen mufste. Nach ihrer Erkaltung fand dieses Phänomen nie statt.Bog er die beiden Drähte so, dafs sie neben einander in senkrechter Lage indie Lichtflamme gehalten werden konnten, so erschienen am Drahte vom Zink,zuweilen auch an dem vom Golde, senkrecht aufwachsende Dendriten, die oft5 bis 10 Linien hoch wurden. Manchmal kamen am andern Drahte gar keine ,oder nur kleine Dendriten zum Vorscheine. Ueberhaupt scheinen ihm solchebei senkrechter Lage der Drähte seltener zu entstehen, als bei der horizontalenLage. Wurde aber der eine Draht senkrecht, und der andere horizontal dar-über gehalten, so entstanden gewöhnlich schnell am letztem Dendriten. Erstellte auch zwei brennende Lichter neben einander, und hielt die zwei Drähtein horizontaler Richtung zugleich durch die beiden Lichtflammen , den Drahtvom Zink unten , den vom Golde oben. Hier erschienen nun an beiden Stellendes Drahtes vom Zink da, wo er sich in der Flamme befand, Dendritenwelche hauptsächlich in die Höhe wuchsen. Die Dendriten an der Spitze desDrahtes waren gröfser, als diejenigen, welche an dem andern Theile desselben