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S A U E S. S 1 0 F r G A S.
B. III. S. 8. ff; Winlcrl Prolusiones in ehern. saeculi XIX.; Voigt’s neueTheorie des Feuers &c. Jena 1793; Halle’s fortgesetzte Magie &c. B. VI. S. 322 ;Methode der chemischen Nomenclatur von Hassenfratz, und Adet ; teutschdurch Meidinger; zweite Auflage, Taf. II.)
Eigenschaften.
Das Sauerstoffgas ist eine beständig elastisch bleibende Materie, die durch-sichtig und unsichtbar ist, weder Geruch, Geschmack, noch saure Eigenschaf-ten besitzt, und an oigenthümlicher Schwere die atmosphärische Luft überti'ifft.(Scherers Darstellung der ehern. Unters, d. Gasarten S. 14; Cavallo überLuft S. 461; Fis eher s phys. V 'örterbuch. B. II. S. 625.)
Es ist farbenlos und unsichtbar, wie die atmosphärische Luft, so wie diese* elastisch, und kann in einem unbestimmten Grade zusammengedrückt und aus-gedehnt werden. '(Thomsojis System der Chemie ; übersetzt von IVolff.B. I. S. 23.) Es ist gcrucli - und geschmacklos , röthet die Lackmustinkturnicht, und trübt auch das Kaltwasser nicht. ( Klose’s Fharmacologie T. II. B-1. S. 85.)
Schon 1774 führte Lavoisier in einer der Akademie zu Paris vorgelese-nen Abhandlung die Muthmafsung an, dafs die Basis der Lebensluft schwererals die atmosphärische Luft sei. ( Encuclop. method. — Chim. T. III. S. 428bis 429. )
Nach Bergmann { Physisch - chemische Werke , teutsch durch Tabor ,Th. III. S. 555. ) verhält sich die specifische Schwere der reinen Luft zu derdes Wassers wie 0,00132 zu 1,000.
Nach A chard (Ilalle’s Magie B. II. S.308) soll sich die specif. Schwereder Lebensluft zu der der atmosphärischen wie 0,835 zu 1,000 verhalten, alsobeträchtlich geringer sein; indessen widersprechen dieser Behauptung die Beob-achtungen aller andern Naturforscher. (Nach Priestley L) verhält sich ihre
specif.
1) Dr. Priestley gebrauchte bei seinen ersten Versuchen über die specifische Schwere
der Luftarten eine Florentiner Bouteille , die er erst mit Wasser und dann auf die gewöhn-liche Weise mit der Luftart anfüllte , worauf er das Gewicht der mit der Luft gefülltenFlasche mit dem der mit Wasser gefüllten verglich. Erbemerkte aber bald, dafs diese Me-thode wegen der innern Seite der Flasche anhängenden Wassertropfe 1 11 fehlerhaft sei,und setzte desfalls eine Blase an die Stelle der Flasche , wobei sein verfahren folgendeswar : Er nahm eine ohngefähr 9 Zoll lange Glasröhre , band sie an den Hals einer Blase ,die 55 Unzenmaafs oder ein Pennygewicht 9 Gran gemeine Luft fassen konnte, wenn ersie soviel, als die Vorrichtung erlaubte, ausgedehnt hatte. Das Rohr war so ange-bunden , dafs es nach Gefallen abgenommen werden konnte. Nachdem er die Blase su