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Erster Band.
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140 W assekstoffgas und Sauerstoffgas.

Die sieben Pinten Luft, die er aus dem Ballon nach den Explosionen ge-pumpt hatte, enthielten ein wenig fixe Luft; er schüttelte einen Tlieil mitKalkwasser, welcher dasselbe weifs machte , und dabei um 1/18 seines Umfangsvermindert wurde : er brachte sie darauf in Volta’s Eudiometer, wo sie durchden electrischen Funken -verpuffte, und dadurch noch um 1/5 ihres Umfangsvermindert wurde. Er versuchte es den Rückstand dieser Entzündung an derfreien Luft anzuzünden, allein es wollte nicht gelingen. Durch die Vermischungmit Salpeterluft wurde dieser Rückstand aber roth, und verminderte sich nochwie gemeine Luft.

Die vollkommen durchsichtige Flüssigkeit röthete das durch Lackmustink-tur blau gefärbte Papier fast unmerklich- roth, noch weniger als Speichel.Es kann diese Säure aber nicht für fixe Luft gehalten werden, weil die Flüs-sigkeit das Kalkwasser nicht niederschlug, welches ein mit fixer Luft im-prägnirtes destillirtes Wasser sogleich milchigt machte, sie machte kaum dieAuflösung des Silbers in Salpetersäure und etwas merklicher die des Oueck-silbers in derselben Säure weifs. Ausser einen leicht säuerlichen hatte sie nochden empyrcumatischen Geschmack, den das Wasser jedes Mal bei der Destil-lation annimmt. Monge (Plistoire de l Academie royale des Sciences ä Parisan. 1783. p. 78—88. Cr eil''s Annalen, 17S9. II. S. 54 —68.)

Im Monate Februar 1785 stellten Lavoisier und Meusnicr einen Ver-such an, das Wasser in grofsen Quantitäten durch die Elcctricität zusammenzu setzen , in Gefässen, die man sich ausgedacht hatte, um die Resultateausser allem Zweifel zu setzen , und die mit der gröfsten Sorgfalt ausgeführtWurden; sic arbeiteten im Beisein einer zahlreichen Commission der Akademieder Wissenschaften, und einer so grofsen Menge Dilettanten der Chemie, dafsman diesen Versuch wie öffentlich angestellt betrachten kann; man nahm dabeiein genaues Protocoll von allem, was dabei vorgegangen. war, auf. Guy tonerzählt (in der Encyclop. mclhod. I. S. 731. IT.) die Hauptumstände davon nacheiner von Vir ly , der bei diesem Versuche zugegen gewesen war, und der wieG. sagt, auf alles sehr genau aufmerksam gewesen war, ihm gemachten Relation.Die Beschreibung des Apparats und Anweisung sich desselben zu bedienen,setzen wir aus Lavoisier’'s Tratte elcinentaire her. Er war von Lavoisierzuerst erfunden, und hernach von ihm und Meusnier verbessert.

Auf einen Kolben oder Ballon mit weiter Oeffhung A. Taf. II. Fig. 1. isteine Kupferplatte B C aufgeküttet, die 4 Löcher zum Durchgänge von 4 Röhrenhat. Die erstere Röhre II h ist bestimmt mit dem einen Ende mit einer Luft-pumpe verbunden zu werden, um dadurch den Ballon luftleer zu machen. Einezweite Röhre g g hat mit ihrem Ende M. M. Gemeinschaft mit einem Gaso-meter, worinn Sauerstoffgas ist, um letzteres in den Ballon zu Führen. Die dritte