L5S *W ASSBEST OFFGAS UND SaUBRSTOFFGA?,
Ein G. Zell reiner 'Lebensluft ohne beigemischte Stickluft wiegt 0,4984512,25552,73 C. Zoll entzündliches Gas , welches zur Wasserzeuguug diente , wie-gen 1039,358 Gran. Die 12457,312 C. Zoll Lebensluft die zur Wassererzeugung■dienten wiegen 620.9,869; zusammen 7249,227 Gran. Diese sind gleich 12 Unz.4 Quentchen 49,227 Gran. An Wasser wurde erhalten 12 Unz. 4 Ouent. 45 Gr.Verlust ist also 4,227 Grau,
Ihn ein Pfund Wasser zu erhalten mufs man 15837 Kubikzoll reine Lebens-luft und 32523 entzündbares Gas verbrennen. 1) Seguin (Cr eil’ s Annalen1794. I. S. 263 ff. II. 39 — 54 und 234— 245.)
Deimann und Paets van Troostivijh machten den folgenden Versuchüber diesen Gegenstand.
Ihre Gcräthscluift bestand aus einer hohlen Glaskugel von 33 WürfclzollenInhalt, mit einem kupfernen Hahnen versehen, und so eingerichtet, dafs man-den electrischen Funken hineinschlagen lassen kann; dieses Glas setzt mau aufeinen grofsen Recipienten von Glas, der oben mit einem kupfernen Hahnen ge-schlossen werden kann, und nach dem Inhalte der Glaskugel in verschiedene'rHeile und Unterabtheilungen getheilt ist. Das dritte Stück ist ein eylindrischesGlas, das an der einen Seite einen gläsernen Boden hat, an der andern mit ei-nem kupfernen Hahnen geschlossen ist, und gerade so viel hält, als die Glaskugel,und in verschiedene gleiche Theile abgetheilt ist.
Um diese Ceräthschaft zur Zerlegung der dephlogistisirten Luft durch dasAbbrennen der entzündbaren zu gebrauchen, füllt mau den Recipienten mit so vieldephlogislisirter und entzündlicher Luft, als man zu diesen Versuchen nöthigfindet, macht die Glaskugel, nachdem man sie rein abgetrocknet hat, unter derLuftpumpe luftleer, schraubt sie nun mit ihrem Hahnen auf den Hahnen des Re-cipienten , mul öffnet beide Halmen, wenn die Glaskugel mit der Luft aus demRecipienten gefüllt wird. Damit dieses desto vollkommener geschehe, hält mauden Recipienten so tief unter Wasser, dafs dieses von aufsen und im Recipien-len gleiche Höhe hat: Sobald die Kugel mit Luft gefüllt ist, schliefst, man beide-Hahnen zu, und schlägt mit einer kleinen Leidnerllaschc einen Funken in dieKugel, und steckt so die Luft an; sobald dieses geschehen ist öffnet man beideHähne damit der zerlegte Theil der Luft durch neue ersetzt werde. Man schliefstdann beide Halme nieder, steckt die Luft auf dieselbe Weise wieder an, fülltwieder wie zuvor, u. s. w. bis man den Versuch zu beendigen für gut findet.
1) Uebrigcns schiiefsen sie aus ihrem Versuche dafs 100 Gran Wasser enthalten S5.C62 GrauSauerstoff und ii,33S Gran Wassel Stoff’; dafs also das Gewicht des Wasserstoffs zudemdes Sauerstoffs sich im Wasser verhalten wie 1.4338, zu 83(562 und. dafs ein Pfund Wasserzusammengesetzt sei aus 13 Unz, 5 j^uent, ■iGß'J Gr, Sauerstoff tind ff Unz, % Ouent. 23,33 Gran Wasserstoff;