Band 
Erster Band.
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W ASS'EEtäTöFFGAS UND SAUERSTOFF GA $.

Durch verschiedene und von ilnn oft wiederholte Versuche, von denen beiden meisten gegen 1000 CubikzolL dephlogistisirte und gegen 3000 Cubikzollbrennbare Luft und etliche Male gegen 3000 Cubikzoll. dephlogistisirte und über5000 Cubikzoll brennbare Luft verbrannten, 1) hat es ihm nie glücken wollen ,reines und von aller Saure ganz befreictcs Wasser hervorzubringen, sondern eshat stets mehr oder weniger Zeichen einer darin enthaltenen Säure geäufsert,welche er nach genau angestellten Versuchen oft von verschiedener Beschaffen-heit fand. Das erhaltene Wasser hatte fast immer, besonders gleich nach deinVerbrennen, während der Ballon noch warm war, einen merklichen Geruchvon Salpetersäure; es schmeckte oft säuerlich. Wenn man Lackmuspapier hin-ein that, ward cs gleich roth, und verlor die rollte- Farbe nicht durchs Feuer.Luftvolics Laugensalz gab darin Zeichen des Aufbrausens-. Oft ward die Sü-berauflösung in Salpetersäure , durch das Zugieisen von diesem sauren Wassernicht präcipitirt, und dann war die Salpetersäure dessen Hauptbestandteil. Zuanderer Zeit ward sowohl Silber - als Bleiauflösung dadurch präcipitirt, Schwer-erdenauflösung dagegen nicht. Bisweilen schien die Schwererdenauflösung einWölkchen im Wasser zu verursachen, welches doch erst nach einiger Zeitsichtbar war. Es ist ihm sogar einmal begegnet, dafs von dem durch zweiverschicdeneVerbremmngcn entstandeuemWasser, obgleich vonLuftartcn auf einer-lei Art bereitet, ein Wasser, nach vorhin gedachter Art deutliche Spuren vonSalzsäure gab und keiner Vitriolsäure; das andere hingegen gab V itriolsäurc undkeine Spur von Salzsäure. Das Verbrennen geschah so langsam als möglich,da er oft 5 bis 6 Stunden gebrauchte, 15 bis 1600 Cubikzoll dephlogistisirte Luftzu verbrennen-, zugleich bemerkte er , dafs das mehr oder minder schnelle Ver-brennen der Luftarten auch Wasser erzeuge , das mehr oder minder säuerlichist. So ist es ihmein Mal gelungen , bei einem überaus langsamen Verbrennen et-was über anderthalb Unzen Wasser hervorzubringcu , welches fast nicht diemindeste Spur von Säure gab, obgleich cs beim Zugieisen einer Schwererden-Außösuug ein wenig trübe ward. 2) Ob so viel Wasser hervorgebracht warals die verbrauchten Luftarten wogen, konnte er durch seine Versuche nichtausmitteln. ( Orens neues Journal der Physik B. II. S. 3 —12. )

1) Oie dephlogistisirte Luft zog er bald aus dem rotheii Ouec-.lisilfcerh; llic , bald aus dem Braunsteine-

Die inßrmmabls Luft bereitete er sich, stets durch Auflösung sehr reiner .Eiscnfcilspänc in vor.diinnter l’itriolsüure.. Die Luftarten wurden, vor der. Anwendung in VVasser und Kalkwass rg waschen.

2) Hierauf gründet er seine Vermuthung , dafs zwar durcli die Verbrennung reines Wasser her-

vorgebracht werden könne, dafs aber die Entstehung der Saure nicht blofs von den un-reinen- Lufiarten, sondern auch von der Art den- Versuch nnzustelltn hergdeitet, werden.ffiihVe.