W asseustoffgas und Sauerstoffgas,
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Girtanner und Jacquin der ji'mr/r.re erhielten bei ihren letzten Versu-chen über die Verbrennung des Wasserstoifgas durch Sauerstoifgas reines Was-ser. ( Grens neues Journal der Physik B. II. S. 3.) 1)
Girtanner sagt: „Es ist eine sehr oft wiederholte Beobachtung, dafsbeim Verbrennen des Wasserstoifgas mit Sauerstoifgas , sobald erstercs im Ue-berflufs zugesetzt wird, nicht reines Wasser, sondern Salpetersäure entsteht.”( Scherers allgem. Journal der Chemie B. IV. S. 227. ) Dies klingt freilichganz anders, als was Girtanner in seinen Anfangsgründen des antiphlogisti-schen Systems sagte,- hier heifst es ausdrüklich : „Ist die Verbrennung desW assersLoligas im reinen Sauerstoifgas geschehen, und des letztem nicht sovielvorhanden gewesen, als zur Verbindung des erstem erforderlich ist, so ist dierückständige Gasart nichts als reines Wasserstoifgas , und das entstandene Was-ser völlig rein. ” 2}
Wenn man 15 Theile Wasserstoifgas mit 85 Theilen Sauerstoifgas verbrennt,so erhält man 100 Theile Wasser. 3) ( Fourc roi / im Systeme des connaifs.ehimiq. T. II. p. 7. Ber tholet in Greils Annalen vom Jahr 1789 , B. II,S. 376 und andern. )
Den Herrn von Humboldt und Gaij - Lussac gaben 100 Theile Sauer-stoifgas mit 300 Theilen Wasserstoifgas 4 ) vermischt, nach der Entzündung$lurch den electrischen Funken in zwölf Versuchen nachstehende Rückstände :
100,5
101,0
102,0
101,4
101,7
i.02.ß
100,5
102,0
101,0
101,0.
101,5. '
101,5.
einer
Mi-ltelzahl also
101,3..
100 Theile als sehr rein angenommenes Sauerstoifgas würden also 198,7 Was-sepstoifgas erfordert haben: bei der Prüfung durch Schwefelalkali aber wurdeersteres nur bis auf nahe 0.004 absorbirt; es folgt also, dafs 99,6 Sauerstoifgas199,1 Wasserstoffgas absorbirt haben, oder dafs 100 des erstem 199,89 des letz-tem absorbirt haben würden 1 * 3 } in runden Zahlen dafs. 100 Sauerstoifgas 200 Was-serstoifgas zur völligen Sätigung bedürfen. In den vorstehenden Versuchen wardas Sauerstoifgas der ganz absorbirte Theil} die folgenden Resultate sind-von
1) Girtanner ivill vermittelst einet' vom Ilofrath IVfayer gegebenen Formel berechnethaben , dafs das Wafser aus 85,66 Sauerstoff und 14,34 Wasserstoff bestehe,
■ 2 ) TW er wird sich auch über diese Jtyidenpr'üche wundern? damals galt es , die Hypothese der Zusammensetzung desJtyassns auf alle mögliche J/VHse zu stützen i jetzt , die Zusammensetzung des Salpeterstaffs zu erweisen 11
3) Hieraus schlofs man , das Wasser bestehe aus 85 Theilen Sauerstoff und 15 Wasserstoff,.
4 } Oie ßeieitung. der G...s.;rten siehe S..14& und 149,