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Erster Band.
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irr

Das Eis ist gewöhnlich weniger durchsichtig und weifslicher als das Wasser.Die äufserc Rinde ist immer am undurchsichtigsten-, das Innere ist durchsichti-ger und von lebhafterem Crlanze. {Mai ran a. a. 0. S. 228. G chlor s Wörrterb. 13. I. S. 681.)

Das Eis in Grönland und den meisten nordischen Meeren ist von unserrnsowohl in Farbe als in Durchsichtigkeit sehr unterschieden. Es ist schön blau,zielet ein wenig auf Grün, w-ie die Farbe des Cyprischen Vitriols (Schwefelsäu-ren Kupfers), und ist nur etwas durchsichtiger als der Vitriol, aber nichtso klar, als das Eis in dem milderen CLima, durch w elches man fast durchsebnkann. ( Mai,ran a. a. 0. S. 229.)

Schon Virgil kannte dies scheinbar blaue Eis, indem er von den Nord-landcn singt {Georg. I. 1.) "Coerulea glacie concretae atque imbribus atrisfDie gewöhnlichste Crystallinische Figur des Eises ist das Sechseck ; allein durchnoch unbekannte Zufälle, die in einer unhomogenen Mischung der kleinen Tlieileihren Grund haben mögen, zeigt sich auch das Eis als Pyramiden von 4 und 6Flächen, als Prismen in länglichte Vierecke eingeschlossen, welche bald ordent-lich bald verschoben zusammengehäuft sind; auch als gegliederte Säulen, hohleRöhren etc. 1) (Hacquct'm Voigts Magazin für das Neueste aus der Phy§.etc. B. VII. Stück 1. S. 21.)

Im Anfänge des Jahrs 1789 beobachtete Ilacquet auf3 hohen doppelten,oder Winterfenstern, die er in seinem Arbeitszimmer hatte, und die gegenS. S. 0. standen, eine ganz neue Eisbildung. Die erste und gewöhnlichstedie auf den melirsten Glasscheiben vorkam, war einem Gehäuse von Afterpo-lypen {Gorgon) ähnlich, man s. Taf. V. Fig. A, Die Scheiben, worauf sichdiese Gestalten bildeten, hatten 2 Fufs im Durchschnitte, und die Entstehungdieser sonderbaren Erscheinung gieng immer aus einem einzigen Punkte für dieganze Glastafel aus; bald aus einem Winkel, bald aus der Mitte derselben.Hatte sie die Sonne oder die Wärme des Zimmers den Tag über geschmolzen,so stellten sie sich doch nach dem Untergange der Sonne, oder in der folgen-den Nacht vollkommen wieder her; zwar niemals auf eben derselben Stelle, aberimmer wieder in der vorigen Manier , und mit verschiedenen Ausbreitungen derZtveige. Die erste Entstehung war immer eine Art von feinem Schattenrifs,wo dann hernach die Krystallcn immer dicker und stärker wurden, so dafs sieoft die Dicke einer halben Pinie und darüber hatten, Die Hauptstämme waren,wie man bei F. A sieht, w-ie schmale haarichte Bänder gestaltet, von 1 bis 3und mehr Linien breite , und bildeten hin und w'icder Seitenäste mit einer Artvon kegelförmigen Blättern. Das Merkwürdigste aber yvaren an dieser Bildung

1,) Hacquet fand darin ein Mal im Fitilijalir Salpetersäure , niemals aber ein Laugensal*,MF.YEHS SYST, DARSTELLUNG, I, BAND, Z