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Diesen Versuchen hat Mus schenbr oek (Tentam. cxperiment. &c. Lugd.Batav. 1731. 4.) noch mehrere den Baconschen ähnliche beigefugt. Zwei Ku-geln, eine zinnerne und eine bleierne, deren Durchmesser 3 Zoll, und die Me-talldicke 3 Decirnallinien war, hatten an einer Seite eine metallene Röhre miteiner geringen Oeffnung. Diese Kugeln füllte er sehr genau mit Wasser an,welches er unter der Luftpumpe gereinigt hatte, und dabei beträchtlich kaltwar. In diese Röhre ward sodann ein bleierner oder zinnener Zapfen hinein-getrieben , wodurch alsdann alles so genau als möglich von Luft befreit, undmit Wasser gefüllt blieb. Nachdem dies mit grofser Vorsicht geschehen, wurdedie Oeffmmg zugeschmolzen, und vermittelst einer Schraube und eines Hebelszusammen geprefst. Die Kugel, welche leer nur einen sehr geringen Wider-stand geäussert, widerstand angefüllt aussei ordentlich. Sobald aber durchHülfe des langen Hebels auch nur die mindeste Zusammenpressung statt fand,drang das Wasser gleich einem Tliaue durch die Oeflhungen des Metalls , undzwar um desto stärker , um desto mehr die Kugel zusammen geprefst wurde.Daraus schlofs also Mus s c h e n b roek . dafs das Wasser durch keine mensch-liche Kraft compriinirt werden könne.
Die Versuche, das Wasser in verschlossenen Gefässen durch den D.’uckdes Quecksilbers zu comprimiren, sind unter andern von Hamberg er (Ele-ment. physic. Jcnx 1727. 8.) und Nollet sviederholt worden. Letzterer nahmeine 2 schenklichte Röhre, deren kleinerer Schenkel etwa ein Drittel des lan-gem, 7 Fufs grofsen betrug, und die inwendig 3 Linien im Durchmesser hatte.Zuerst schüttete er etwas Quecksilber hinein, welches die Krümmung zwischenbeiden Schenkeln ausfüllte. Hierauf gofs er durch die Mündung des kürzernSckenkels Wasser auf das Ouecksilber , und nachdem dieser Theil genau mitWasser angefüllt war, wurde die Oeffnung desselben zugeschmolzen. Daraufgofs. er durch die Mündung des langem Schenkels nach und nach mehr Oueck-silber hinzu , bis zur Höhe, von sieben Fufs. Die kleine Wassercoluinne wider-stand dem Drucke der Quecksilbersäule so sehr, dafs man keine merklicheVerminderung der Höhe der Wassersäule wahrnehmen konnte.
Hollmann ( Sylloge comment. in reg. soc. recensit. Goetting. .1762 p. 33)erhielt um das Jahr 1752 von dem Grofsbrittanischen Leibärzte P eter S chaw ei-ne Maschiene die man in London des Wassers Elasticitätzu untersuchen gebrauchthatte. Es war eine kupferne Kugel von vier Zoll Durchmesser, in deren Oeffnungman eine Schraube vermittelst eines eisernen Hebels mit Gewalt cintreiben konnte.Nachdem sie nun genau mit Wasser angefüllt, und die Schraube eingetrieben war,sprang das Wasser an verschiedenen Stellen durch Oeflhungen oder Ritzen des Me-talls, wie aus einem Springbrunnen hervor. Hollmann wiederholte nachher die-sen Versuch mit Kugeln von Zinn und Blei auch mit einer silbernen von Zoll Dicke.