Band 
Erster Band.
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203 W ASSER. IT N D L I c H T.

undzwanzigsten Tage gänzlich erschöpft zu sein schien. Am achtundzwanzig-sten Tage brachte ß. die Luft aus den Gläsern heraus, wo er ihre Quantitätenund Qualitäten , wie folgt, fand :

Quantität Qualität

14 Cubikzoll 1 M. -j- 1 M. Salpeterluft = 1,62.

311 Cubikzoll 1 M. + 3 M. Salpeterluft = 1,48.

Weder die Farbe vom Quellwasser noch die vom Teichwasser schien siebmerklich geändert zu haben; allein sowohl das eine als das andere dieser Was-ser hatte eine beträchtliche Quantität von Erde zu Boden gesetzt, welche manan der Oberfläche der gläsernen Becken hängen fand, in welchen die Krügegestanden hatten. Da diese Becken besonders tief, und ziemlich dick vonGlase, folglich auch nicht sehr durchsichtig waren, so war'ihr Boden, wo sickder Niederschlag aus dem Wasser angesammelt hatte, gröstentheils verdunkelt,oder der direkten Sonnenstrahlen beraubt. Da er vermuthete, dafs dieser Um-stand einige Wirkung gehabt, und das Wasser gehindert haben möge, so vieleLuft zu liefern, als es im entgegengesetzten Falle gethan haben würde, so wie-derholte er den Versuch, um sich von dieser Sache zu überzeugen, indem erden Apparat auf solche Weise vorrichtetc , dafs der Bodensatz des Wassers ,welcher sich au den Boden des Gefäfses , in das der Krug umgestülpt wordenwar, angehängt hatte, den Vortheil genofs, völlig erleuchtet zu werden. In einlanges cylindrisches Glas von sehr grofser Feinheit und Durchsichtigkeit, 10Zoll im Durchmesser und 12 Zoll Höhe, mit Quellwasser angef ullt, stülpte erein conisches Glas , Zoll am Boden im Durchmesser, und 344 Cubikzoll Ge-halt, und mit demselben Wasser angefüllt; dieses setzte er in einem gegen Mit-tag gelegenen Fenster 21 Tage lang aus. Die Quantität der hervorgebrachten Luftbelief sich auf 40 Cubikzoll; und ihre Güte, mit Salpeterluft geprüft, gau 1 M. zu3 M. Salpeterluft ■— 1,87.

Das Wasser lieferte bei diesem Versuche sehr wenig Luft bis zum siebentenTage; nach dieser Zeit aber, wo es eine schwachgrünlichc Färbung angenom-men hatte, und sich ein feiner grüner Bodensatz ( die grüne Materie des Dr.Priestley ) auf dem Boden des Gefäfses zu bilden anfieng, lieferte es auchLuft, im Ueberflufse , und fuhr fort, sie in grofser Menge zu geben, bis etwa denIStenTag, avo es erschöpft zu sein schien. (Ruinfords kleine Schrift, ausdem Franzos. B. IV. Abthcil. 2. S. 373. f. )

Auch nach Erfahrung ist das Wasser durch eimvirkendes Licht

zerlegbar, und diese Zerlegung ist um so vollkommener, je reiner das Wasser ist(Ebe rmayers Geschichte des Lichts S. 117 ; Trommsdorfs Journal derPharmacie B. III. Sl. 2. S. 248.) Nach

Vom Ouelhvasser ge-lieferte LuftVom TeichAvasscr ge-lieferte Luft.