Wasser und Licht,
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Nach Carradori wird wenn man Schneewasser dem Sonnenlichte aus-setzt kein Sauerstoffgas entbunden. ( Scherers alig. Journ. der Chem. B.IV. S. 71.)
Man hat durch Versuche gefunden, dafs sich iin Wasser die Sinus der Ein-fallswinkel der Lichtstrahlengegen die Sinus der Brechungswinkel verhalten wie108 : 100. ( Kratzenstein in s. Vorlesung, über Experimental - Phisik S. 128.) .
Nach Marat kühlen sich die Sonnenstrahlen im Wasser nicht ab. 1)
H ersehet sagt, das gemeine W^asser habe die Eigenschaft die Sonnen-strahlen beträchtlich zu schwächen. {Voigts Magazin f. d. neuest. Zustandder Naturk. B. III. St. 3. S. 599.)
Wasser und W ä r m c.
Nach S edilcaus Beobachtung gab eine fünf bis 6 Zoll hohe Schncelagevon der Sonne geschmolzen, nur einen-Zoll hoch Wasser (Memoir. de FAcad.des scienc. ä- Paris 1692); de la Hi re bekam aus 12 Zoll hohem Schnee nureinen Zollhohes Wasser. (Memoir. de l'Academie ä Paris, 1712; Fischersphys. Wörterb. B. IV. S. 446. )
Als Trumpf (Commerc. litterar. Norimberg. Ann. 1736 Hcbdomad. 38;Carthäuser’s mineralogische Abhandl. B. I. S. 137.) ganz reinen Schnee,bei sehr heiterm Himmel, zu einer Zeit, wo die Frostkälte schon einige Tagegedauert hatte, abdampfte, so blieb von einem medicinischen Pfunde ein Boden-satz von kaum zwei Granen zurück, der einen salpeterartigen Geschmack be-sas. Als er denselben auf eine glühende Kohle warf, gab .er etwas Rauch undverflüchtigte sieh. Löfste er ihn im reinsten Wasser auf, so blieb nach dem Fil-teriren durch Löschpapier etwas Erde aber in so geringer Quantität zurück , dafser sie nicht sammeln konnte. Das reine Salz wurde auf einer glühenden Kohlewie Salpeter entzündet und verstiebt.
Lacroisc fand, dafs die aus dem Schnee während des Sclnnelzens entwei-chende elastische Flüssigkeit nur 0,23 Theilc Sauerstoffgas enthielt. (Rapportde la societe philom. T. II. p. 57. (an. 179S.)
Wenn man eine Flasche mit Wasser von 32° und eine mit Eis von dersel-ben Temperatur in ein mäfsig w armes Zimmer hängt, so bekommt die erste nachWilkc und Magcllan in { Stunde die Wärme des Zimmers, während diezweite sie erst in 10; Stunde bekommt. Wilke, hat nach Gehler diesen Ver-such zuerst angestellt. ( Crells heuest. Entdeck, in d. Chem. B. V. S. 244.Gehlers pliys. Wörterb. B. II. S. 221.)
Black fand Folgendes über das Verhalten der Wärme zum Eis: Wird einStück Eis, dessen Temperatur 22- F. ist, in ein w armes Zimmer gebracht, so wirdes in sehr kurzer Zeit bis auf 32erwärmt.. Alsdann fängt es an zu schmel-
1) Hieraus sclilofs er, dafs die Sonnenstrahlen an und für sieh keine Warme haben;METERS STST. DAKS I El.LUNG , I. BAND. J) d