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eine Viertelstunde lang, ohne dafs das"Glas mehr als lau ward. Nicht langedarauf erfand Pap in auch seinen Digestor. Man kannte den Einflufs des Druksauf die Siedhitze des Wassers also schon am Ende des I7ten Jahrhunderts ;dennoch setzt Ncwton in seinem am Leinölthermometer bestimmten Verzeich-nisse der Grade der Hitze den des Wassers schlechthin auf den 73sten Grad,ohne dieser Verschiedenheit zu gedenken'.
Im Jahre 1702 fand Ainontons {Histoire de l'Academie &c. ä Paris 1703.secondc Edition, p. 25.) bei seinen Versuchen dem Thermometer feste Punktezu geben, den Siedepunkt des Wassers, welches in offnen Gefässcn so starkals möglich siedet, bestimmt und unveränderlich, und machteein grofscs Wun-der daraus , dafs das Wasser, welches einmal siede, weiter nicht heisser werde.Allein -Fahr enheit {Philos. Transact. Num. 385. p. 179-) bemerkte an seinenOuecksilbcrthcnnomctern im Jahre 1724, dafs schon der Druck der Atmosphäreeinen sehr merklichen Einflufs auf'den Grad der Wärme des siedenden Wassershabe. 1)
Le Mo n nier (Me/noir. de l’Acad. ä Paris an. 1710. p. 131.) brachte am6ten Octobr. 1730 ein Ouecksilberthcrmometcr, das zu Perpignan bei der Baro-meterhöhe 28 Pariser Zoll 2 Lin. graduirt war, auf den Gipfel des Canigou inden Pyrenäen, wo der Barometerstand nur 20 Zoll 2 f/2 Lin. , also fast um 8Zoll geringer war. Als er es hier in kochendes Wasser senkte , stand es um9 Q Reaum., oder 15° de Lislc unter dem zu Perpignan bemerkten Siedepunkte.
Secondat de Monte sc/ ui eux {Philos. Transact. Num. 472.) fand dieHitze des kochenden Wassers auf dem Pie-de Midi um 18- Fahr, geringer,als in der Stadt Bagneres.
De L uc {Recherches sur les modificat. de Vat/nosph 'ere/Y. I. §. 4. 50. a sc• j>j.)beobachtete auf einer Reise von Genf nach Genua im Jahre 1762 die Wärmedes siedenden Wassers an 10 Orten und auf der Rückseite an 16 Orten vonsehr verschiedenen Höhen mit einerlei Thermometer, an dem der Abstand desjedesmaligen Siedpunkts vom Eispunkt durch einen Faden auf einein gethciltenMaafsstabe gemessen ward. Die Vergleichung der Resultate zeigte, dafs dieUnterschiede der Siedhitzc den Lhiterschieden der Barometcrhöhe nicht genauproportional sind, dafs vielmehr bei gleichförmig abnehmender Barometerhöheder Grad der Siedhitze in der Folge stärker, als im Anfänge, abnimmt. Inzwi-schen traute de Luc seinen Bestimmungen nicht Schärfe genug zu, um daswahre Gesetz, nach dem sich dieseUnterschiede richten, genau daraus herleitenzu können, und setzte daher im Durchschnitte beide Unterschiede .proportional.
i). Hieraus folge, dafs man den Siedepunkt des Wassers, wenn er zum festen Punkte einer Thermometer-skale dienen soll, allezeit bei gleichem liarometerstande bestimmen müsse. ' '
MEYERS SYST. DARSTELLUNG, I. BAND. Ee l'.T