Band 
Erster Band.
JPEG-Download
 

223

W ASS ER UND W Ai R M E.

eilenden Wassers 80^; 2) in dem 2ten , dem silbernen Becher des fünften Ver-suchs, 80; 3) in dem dritten einem kurz abgesprenglen Kolben SO- ; 4) in dem4ten einem ähnlichen Kolben 80J 5 ; 5) in dem fünften einem kleinem Kolben S0? 5 ;6) in dem fiten, der Kugel eines Ballons, SO; 7) in dem 7ten einem gläsernenkurz abgesprengten Kolben, 80. — Das 7te Gefäfs hatte die kleinste Oeflhung,und dennoch war es unter denen worin das Wasser die wenigste Wärme hatte.

Vers. 8. Er setzte ein messingenes Becken unmittelbar auf glühende Kohlenund füllte es mit Wasser. Hierauf hing er frei ein Thermometer so hinein,dafs die Kugel \= Zoll vom Boden des Beckens entfernt war, und sich nicht andem Mittelpunkte, sondern mehr nach der einen Seite des Beckens hin befand.Das Thermometer blieb nicht unbeweglich auf einem Punkte stehen, ohngeach-tet das Wasser in gleich starkem Kochen unterhalten wurde. Nach einer Mit-telzahl fand sich die Wärme des Wassers von 79h; Grad. Das Thermometerwurde hierauf genau in die Mitte des Beckens gesetzt; es nahm hier keinen fe-sten Stand, sondern stieg und fiel abwechselnd zu den Graden 7.911,7911, 79K und79f 5 . Indefs blieb es am häufigsten bei 79f s stehen. Die geringste Bewegungbrachte das Thermometer zum Steigen oder Fallen. Wurde gegen die auswendi-gen Seiten des Beckens geblasen , so fiel das Thermometer um einige Zehntheile ,ehngeachtet diefs nicht die geringste Veränderung im Kochen hervorbrachte.Ein gleiches fand statt, wenn man gegen die Oberfläche des Wassers blies.

Vers. 9 . Bei dem nemlichen Barometerstände wie in dem vorhergehendenVersuche hing er die gläserne Kugel eines Ballons bis zu 1 mit Wasser gefüllt,über einen Ofen , der mit glühenden Kohlen angefüllt war. In die Mitte derKugel hing er ein Thermometer so, dafs die Kugel der Röhre vom Boden \ Zollentfernt war. Als er langsam und stufenweis das Gefäfs den Kohlen näherte,so gerieth das W asser ins Kochen , und das Thermometer blieb auf 80f 3 Gradbeständig stchcft. Das Blasen gegen die äufsern Wände bewirkte nicht die ge-ringste Veränderung in dem Thermometer. Der Grad der Hitze des Wassers imgläsernen Gefässe war um beträchtlicher, als der gröfsten im metallenen. DerDurchmesser des gläsernen Gefässes zu dem des metallenen verhielt sich wie 1 : 15.

Vers. 10. Er hmg eine gläserne Evaporir - Scliaale und zu gleicher Zeit dievorher gebrauchte Kugel von Glas über glühenden Kohlen auf. In jedem Ge-fässe war der Grad des Kochpunkts beständig : aber um Grad grofscr in derKugel als in dem andern Gefässe. In jener betrug er 80f s , in diesem 80~. DerDurchmesser der Oeflhung der Kugel verhielt sich wie 5 zu 48.

Vers. 11. Bei dem nemlichen Drucke der Atmosphäre hing er ein mit Was-ser gefülltes Gefässe von überzinntem Eisenbleche über glühende Kohlen; undhierin hing er ein Thermometer, wodurch er den Grad der Hitze des kochen-den Wassers vOn 801§ Grad bemerkte. Die Oeflhung des blechernen Gefässesstand mit der der gläsernen Kugel in dem Verhältnisse von 4 zu 5.