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Erster Band.
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Wasser und Wärme. 235

Thermometer nur 99° zeige, wenn das Barometer 7^ tiefer , nemlich 27 11 2 111stehet. (Luz Anweisung Thermometer zu verfertigen S. 105.) 1)

Dafs bei gleichem Barometerstände das in siedendes Wasser getauchte Baro-meter immer denselben Wärmegrad zeige, bemerkten Illack , de Luc, Luz(de Luc. neue Ideen über Meteorologie B. I. S. 448} Luz vollständige Anwei-sung Thermometer zu verfertigen) Ilooke. (Tho msons System der ChemieB. I S. 456.)

So oft Wasser im Zustande von Verdünstung ist, so wird ein expansiblesFluidum erzeugt, das man Dampf nennt. So lange als dieser Dampf Dampfbleibt, übt er eine Druckkraft, wie die Luft selbst. Er gehört aber nicht zuder Klasse der permanent elastischen Flüssigkeiten, sondern wird durch einengewissen Grad von Druck, oder durch Abkühlung, nach bestimmten Gesetzenzersetzt. (De Luc in Gretis Journ. B. VIII S. 143. v. Hauch in VoigtsMagaz. f. d. Neueste aus der Physik B. IX St. 3 S. 178 und viele andere.)

Nach Lichtenberg giebt lieifses Wasser weit mehr Tropfen, als einegleiche Menge kaltes. ( Fischers phys. Wörterb. B. V. S. 416.)

Das Wasser kann, ohne zu kochen, blofs durch seine Oberfläche Dämpfehervorbringen, welche eben so dicht sind als beim kochenden Wasser unterdemselben Druck} es müssen aber die entwickelten Dämpfe sich in einem ver-schlossenen Raume ausdehnen, welcher mit ihnen einerlei Temperatur hat.Wenn dann die Hitze zunimmt, so werden die von der Oberfläche abgerissenenDämpfe immer eine dieser Zunahme gemäfse Dichtigkeit annehmen, und alleinjedem Drucke widerstehen können. (De Luc in Voigts Magaz. f. d. Neuesteaus der Physik B. V Stück 1 S. 59.)

Becher sagt (Naturkündigung der Metallen u. s. w r .‘S. 235): das Wassererhalte, wenn man es eine Zeitlang einer gelinden Wärme aussetze, einen be-sondern Geruch und besondere Eigenschaften.

Nach Priestley (Versuch und Beobachtungen über verschied. Tlieile derNaturlehre, teutsche Ausgabe, Th. I S. 132) hat frisch destillirtes Wasser einenbrenzlichten Geruch und Geschmack.

Nach Girtanncr (Scherers allg. Journ. d. Chem. B. IV S. 245) kanndurch gegebene Wärme allein die Priestleyisclie grüne Materie nicht hervor-gebracht werden.

Als de la Metherie (Abhandl. über reine Luft u. s. w. teutsche AusgabeB. 11 S. 169) die Mündung einer mäfsig erhitzten Aeolipila auf ein Papier rich-tete , ward dieses in drei Minuten nafs} war aber die Aeolipila stark erhitzt,

1) Nach Luz ist du Crest der erste, der zu bestimmen gesucht, wieviel JEinflufs derLuftdruck auf den Wärmegrad des siedenden Wassers habe, ...

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