Band 
Erster Band.
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W A 0 S K R UND W ARM E.

In dem zweiten Theileder Nouvellc Architecturehydraulique hat Pronyseine Formel für die Expansivkraft der Wasserdämpfe nach den Bet ancourt-s che ft Versuchen auf 3 Glieder mit veränderlichen Exponenten von nachste-hender Form gebracht: z—m, y x , + r- /, y h* + r- hi y x nii wo z die Expan-sivkraft, x den Grad des Reaum. Thermom.

A — — 0,00000072460407.

fi u — + 0,8648188303.

t*!“ — — 0,8648181057.

y = 1,14250 5.

y" — 1,047773.

y“‘ — 0,28189 bedeuten.

(Schmidt in Grens neuem Journal der Physik, R. IV. 4tes lieft , S. 261. )Schmidt wiederholte die Beta/icourt$chen Versuche. Anßetan-eourts Apparate schien ihm die gekrümmte Röhre , welche blos zur Evacua-tion des Topfes durch die Luftpumpe diente, überflüssig zu sein, weil er ausErfahrung wufste, dafs man mit gehöriger Vorsicht durch die Dämpfe deskochenden Wassers selbst eine noch vollkommenere Leere, als durch dieLuftpumpe erhalten könne. Statt des heberförmig gekrümmten Barometers wählteer eine gerade an beiden Enden offene Röhre, die unten in einer weitern eiser-nen Büchse stand, und zwar aus folgenden Gründen. Der kurze Schenkel desheberförmigen Barometers am Bctancourtschen Apparate mufs wenigstenshalb so grofs, a 7 s die ganze Höhe des langen Schenkels sein ; dies entfernt den obe-ren wagrechten Theil e f Fig. 1. Taf. IX des gekrümmten Barometers bei einer Höhevon HO Zollen für den langen Schenkel gh schon sehr beträchtlich, von dem Topfeund der Quelle des Feuers. Es müssen daher die durch die Röhre c e f Fig. 1..streichenden Dämpfe sich, bis sie an die Oberfläche des Quecksilbers im Schen-kel fg gelangen, nothwendig erkälten uiid zum Theil zersetzen. Er glaubt, dafshierin gröfstentheils die Ursache des Unterschieds zwischen Betancourtsund seinen nachfolgenden Beobachtungen liege. Es müssen sich nemlich dieDämpfe indem sie die Röhre ce f durchstreiehen, schon vor ihrer Zersetzungbeträchtlich abkühlen , und dadurch von ihrer Expansivkraft verlieren. Umdiesen F'ehler zu vermeiden, oder wenigstens so viel möglich zu vermindern,brachte er das Gefäfs des Barometers so nahe wie möglich bei dem Topfe an.Fig. 2. Taf. IX. stellt seinen Apparat, die lange Barometerröhre ausgenommen,in der halben natürlichen Gröfse dar. A der Topf von gegossenem Metall hatbei b eine gröfsere, bei a eine kleinere Oeffnung ; auf die erste ist eine miteinem Hahne versehene metallene Röhre b c geschraubt, die andere a dienet* dazu, ein feines Quecksilberthermometer in den Topf zu bringen, dessen Skaleauf seine Röhre mit Flufsspatsäurc geäzt ist, und vom Eispunkte bis zum sie-denden Quecksilber gehl. Auf das obere Ende der Röhre b c schraubt sich