W asser und Wärme.
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statt mit fettem Kitte, mit einem Gemische aus Mennige und dick eingekochtemLeinöhle bestrichen wurde. Mit derselben Masse, der noch etwas Bleiwcifszugesetzt wurde, wurden alle llitzchen, die sich zeigten, verstrichen, und siehielt, nachdem sie gut verstrichen war, aufs Beste. — Das untere offene Endeder Barometerröhre ging bis nahe an den Boden des eisernen Behälters P Fig. 4hinab, welches unter dem Deckel dd angebracht ist, in der Tiefe 5 und in derWeite 21 Zoll hält, und das Ouecksilber genug fafst, um damit die ganze Ba-rometerröhre füllen zu können. Durch eine Ocffnung e im Halse des Behälters,hat der Dampf des Kessels freien Zutritt über die Oüecksilberfläche. Zu oberstgeht aus diesem Behälter eine Nebenröhre ab c ab, und tritt durch die fünfte0elfnung des Deckels H hervor. Das Stück oberhalb des Deckels ist mit einemin einem rechten Winkel durchbohrten Hahne versehn, mittelst dessen sich dasInnere des Kessels miL der äufsern Luft in Verbindung setzen läfst, so dafs durchihn die Luft aus dem Kessel, die durch das Loch e in den Behälter eintritt, oderauch der Dampf, wenn er allzu heifs und zu stark expandirt wird, entweichen kann.Dieser Hahn vertritt daher einigermaßen die Stelle eines Sicherungsvcntils. Beiden Versuchen wurde, nachdem der Kessel bis auf die bestimmte Höhe mitWasser gefüllt war, zuerst die Luft aus demselben miLLclst einer Luftpumpe soviel als möglich ausgepumpt. Dann wurde ein kleines Feuer unter dem Kesselangemacht, um das Wasser allmählich darin zum Kochen zu bringen. So wiedas Thermometer den Siedepunkt, und das Ouecksilber in der langen Röhrezugleich die Barometerhöhe für den Tag erreicht hatten, wurde das Feuer aus-gedämpft, da sich denn nach dem Erkalten aus dem Stande der Barometerprobeder Luftpumpe abnehmen ließ, ob auch der ganze Apparat völlig luftdichtschloß. War dieses der Fall, so wurde nun das Feuer wieder angemacht, undwährend der eine Beobachter sich ans Thermometer stellte, und die steigendenWärmegrade angab, beobachtete der andere die gleichzeitigen Ouecksilber-höhen in der Barometerröhre nach Zollen und Linien, welche sogleich in einevorläufig dazu eingerichtete Tabelle eingetragen wurden. Auch gaben sich dieVcrsuchansteller sehr viel Mühe, die Hitze nach Betancourt’s Vorschrift sozu mäßigen, dafs das Ouecksilber auf einen Zoll eine oder zwo Minuten imSteigen zubrächte \ aber durchgängig stieg es viel geschwinder, doch nicht soschnell, daß sie nicht für jeden Thermometergrad, so wie er angegeben wurde,die gleichzeitige Quecksilberhöhe sehr wohl hätten bestimmen können. Da ihnendies indefs doch einige Male mißglückte, auch, wenn die Hitze zu schleunigzunimmt, sie sich nicht schnell genug dem Thermometer mitlheilen kann, undman dann, wie dies auch Schmidt bemerkte , zu hohe Quecksilbersäulen fürdie Wärme bekommt, so rathen sie dringend, das Feuer möglichst zu mäßigen' und jeden Versuch recht langsam anzustellen. — Wenn sie merkten, dafs der