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VV ASSES UND W S t M E,
nächsten Fenster gegenüber war. Er sali hiebei das Haarhygrometer sehr schnellder Trokenheit zugehn ; nach 4 Minuten zeigte es nur noch 91°, und das Ther-mometer im Ballon war um 1?. tiefer; das Hygrometer fuhr fort der Troken-heit zuzurücken, und zeigte nach einigen Minuten nur noch 89 J . Nach 20 Mi-nuten aber, da das Thermomeler im Ballon auf 0 stand, fand er das Hygrometerwieder auf 9 4°, und 5 Minuten später auf 97 Ji /2, wo es unveränderlich stehenblieb. Jetzt stand also das Thermometer im Ballon auf 0; das Hygrometerauf 97° V2, und der Thau hatte sich an den innern Seitenwänden angelegt;das Ganze trug er nun aus dieser Temperatur in ein Zimmer, wo das Therm.f 6* zeigte, und der Apparat wärmer wurde. Mit dem Augcnblike, dafs derApparat in dieses Zimmer gebracht wurde , stieg das Hygrometer auf 99,3; oderes gieng dem Feuchtigkcitspimkte zu, und hielt sich hier so lange, bis der Thau,der sich inwendig im Ballon an einigen Orten angchängt hatte, verdunstet war.So wie diese Verdunstung geendigt war , fieng das Hygrometer an, der Trocken-heit zuzugehen, obgleich die Kugel des Thermometers , 'und alle Theilc desApparats im Mittelpunkte des Ballons ringsum mit Thau bedeckt waren ; nachund rach verschwand dieser, und nach drei Stunden stand das Thermometerauf 7% (nemlich auf der Temperatur des Zimmers, das sich um 1 Grad erwärmte)das Hygrometer auf 90°, und nun sähe man nirgends mehr Thau im Innerndes Ballons.
Man kann bei diesen Versuchen nach Pictet durch die Annäherung irgendeines kalten Körpers die Erscheinungen des Thaus an jeder Seite, wo man will,zuwege bringen; es glückte ihm wirklich etliche Male, dafs er durch die An-näherung eines Stück Eises von aussen das Hygrometer im Mittelpunkt desBallons um einige Grade der Trockenheit näher brachte.
Wir müssen hier an den Elasticitätszeiger oder das kleine Heberbarometer,(das unter Wärme im luftleeren Raume beschrieben ist), welches einen Theildes Pictetschen Apparats ausmacht, erinnern. Es dient um dadurch den Gradder Luftverdünnung im Ballon, oder die Elasticität der hineingeleiteten Dünstezu erkennen. Die Nebenröhre 1. Fig. 2. Taf. I. die dort beschrieben wurde,diente ihm um bekannte Mengen einer dunstbaren Substanz in den Ballon zuleiten. Er füllte Wasser z. B. in eine sehr kleine Glasröhre, und setzte sie andie Stelle des grofsen Hebers E E. Diese Röhre war an ihrem äufsern Endeversiegelt, und an ihrem andern an den Nebenhahnen r angeküttet, so dafs sieinwendig seinen Schlüssel berührte. Wenn man folglich den Schlüssel drehete,wurde der Weg aus der kleinen Röhre in das Innere des Ballons geöffnet, undder Verdünstung der Flüssigkeit freien Raum gelassen; vorher aber wurde dieseFlüssigkeit samt der Röhre bis auf eine Genauigkeit von Gran gewogen.
Als