Wasser und Wärme.
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Hierüber macht mm Rumford folgende Bemerkung: Wird das Mittel derTemperatur des Wassers am Ende des Versuchs zu 106 angenommen, so scheintcs, dafs sich die Masse des heissen Wassers (das 73 1/4 Unzen wog) währenddes Versuchs um T8 J abkühlte, oder von 184° bis auf 106°. Da nun bekannt ist,dafs eine Unze Eis, um in Wasser umgeändert zu werden, gerade so vielWärme absorbirt, als eine Unze Wasser Wärme verliert, um 140° abgckühltzu werden, so ist klar, dafs eine Unze Wasser, die 78° abgeküldt wird, soviel Wärme abgiebt, als hinreichend wäre {l- 0 einer Unze Eis zu schmelzen;folglich gaben die 73 VÜ Unz. heisses Wasser, die bei diesem Versuche um73°.
abgeküldt wurden, so viel Wärme ab, als hinreichend gewesen wäre,
~ 40 8 /lo Unz. Eis zu schmelzen. Die Quantität Eis, die geschmolzen wurde,betrug aber nur 5 Unzen ; hieraus erhellet, dafs nur nicht ganz Vs Thcil derWärme, die das Eis verlohn, sich dem Eise mittheilte. 0Ungefähr 1/4 Stundenachher, als das heisse Wasser bei dem letzten Versuche in das Gefäfs gegos-sen war, bemerkte man, dafs das Eis auf der Oberfläche schmolz, nur da nicht,wo cs durch die flachen Tannenspänc, die das Eis auf dem Boden festhielten,bedeckt oder beschattet wurde. Um dieses Phänomen aufzuklärcu, lliat Rum-ford in ein cylindrisches Glasgefäfs 6 1/2 Zoll im Durchmesserund 8 Zoll hocheinen runden Eiskuchen, so breit, dafs er eben in das Gefäfs pafstc, und gegen3 1/2 Zoll dick. Auf die ebene Oberfläche des Eises legte er eine runde Plattevon Zinn, so dünn, als er sie bekommen konnte, gegen 6 1/2 Zoll im Durch-messer, oder so breit, dafs sie gerade das Eis bedeckte. Diese Zinnplatte, die,um sie ganz eben zu erhalLcn, durch einen Draht, der um ihren Umkreis lief,gedeckt wurde, liaLte in der Mitte ein zirkelrundes Loch, 2 Zoll im Durch-messer, und wurde durch mehrere dünne hölzerne Keilchcn, die zwischen ihremUmkreise, und den Seitenwänden des Glases steckten, auf die obere Fläche desEiskuchens genau befestigt. Jetzt wurde eine zweite runde Zinnplatte, miteinem 2 Zoll grofsen Loche in ihrem Durchmesser, und übrigens sowie die ebenbeschriebene, über die ersterein der Entfernung von 1 Zoll gebracht, und wiedie erslere an ihrem Platze durch hölzerne Keilc.hen befestigt. Als die durch-löcherten runden Scheiben befestigt waren , so wurde das Gefäfs in ein Zimmergesetzt, wo Fahrenheits Thermometer auf 34 Grad stand. Eiskaltes Wasserwurde so lange hineingegossen , bis eben cs 4ie obere Platte bedeckte ; dannwurde das Gefäfs bis auf 1/2 Zoll von seinem Rande mit heissem Wasser gefüllt,mit einem Bretchen bedeckt, und zwei Stunden ganz ruhig stehen gelassen.Nach Verlauf dieser Zeit wurde das Wasser, das noch warm war, abgegossen,und das Eis, nachdem die runde Platte weggenommen war, untersucht. Einerunde Aushöhlung, gerade so grofs. als das Loch in der Zinnplatte, die dasEis, wie oben gedacht, bedeckte, 2 Zoll im Durchmesser, und damit corre-
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