W A S SER U N 0 W & R M E.
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Wasserdämpfe durch eine aus feinem Silber gegossene und wie die vorher-gehende beschlagene Röhre getrieben, gaben dasselbe Resultat. Der Versuchwurde verschiedentlich mit verschiedenen silbernen bis zum Schmelzen erhitztenRöhren wiederholt; das ResultaL war immer dasselbe.
Eine kupferne Röhre gab dieselben Resultate, und litt inwendig keine Ver-änderung. Eben so verhielt sieh eine glühende Röhre aus feinem Porcellane,und eine gläserne. Wurde eine Röhre aus gewöhnlichen feinem Flume oderPfeifenthone genommen, so entwickelte sich Gas azote. *
Ein Rohr von gebranntem Pfeifenthone ward in eine gegossene kupferneRöhre gesteckt, und als sic wcifsglühend geworden war, wurden Wasser-dämpfe hindurch gelassen; es entwickelte sich gar kein Gas. Dieser Versuchwar drei Male wiederholt, und jedes Mal dasselbe Resultat erhalten. Bei jedemMale ward vier Stunden hinter einander ein so verstärktes Feuer als möglichgegeben. Beim vierten Versuche erhielt man zwar einen Cubikzoll Luft, woriuueine brennende Kerze und Kohlen verlöschten, doch kann dieser nach ihmnicht als ein Produckt augesehn werden; er vermuthet, dafs es ein geringerAntheil Luft, der durch'Kochen nicht vom Wasser getrennt worden, gewesen sei.
Das Rohr aus Pfeifenthon wurde in eine gegossene silberne Röhre gebracht,die in einem Ofen tveifsglühend gemacht wurde ; aber wenn schon das Feuerlänger als 2 Stunden unterhalten wurde, so gieng beim Durchstreichen der Dämpfedoch nichts, als einige Cubikzolle Stickgas über, worin eine brennende Kerzeund glühende Kohlen verlöschten. Das Gas entwickelte sich nur langsam undin kleinen Blasen. Uebrigens war die Quantität des erhaltenen Gas bei weitemkleiner, als die beim Durchgang des Wassers durch das hlofse Pfeifenthonrohrerhaltene. Als die silberne Röhre herausgenommen wurde, fand sie Hauchdurchlöchert und geschmolzen, so dafs eine Fläche des thönernen Rohrs von2 Linien einen Theil der Zeit hindurch, -welche der Versuch dauerte, demFeuer unmittelbar ausgesetzt gewesen war. 1) ( v . Hauch in Grens Jourm.der Physik, VIII. S. 34. ff.)
IVurzer stellte verschiedene Versuche über die angebliche Verwandlungdes Wassers in Stickgas durch Hitze an.
Er nahm 2 kupferne tiegelförrnige Gefäfse von verschiedener Gröfse, stelltedas kleinere umgekehrt auf das gröfserc... Das kleinere hatte einen sehr breiten
1) Aus diesen Versuchen glaubt er schliefsen zu können , dafs die atmosphärische Luft indie Poren der erhitzten thönernen Röhre eindringc , und hier durch Absetzung einesihrer Bestandtheile oder durch einen andern unbekannten Akt so modificirt werde , dafssie als Stickgas erscheine, und dafs die Hypothese der Erzeugung des Slickgas aus Wasserdurch Hitze uimiläfeiich sei.