Band 
Erster Band.
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D W X R .V. E.

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W A S S E R U N

dlcrswegen, das Feuer an beiden Orten abgehn zu lassen, und nahm aifeh dasmit Wasser ahgefülllc vorgclegte Glas ab, blieb aber dennoch bei der Arbeitstehen. Als die Kohlen im Windofen endlich so weit niedergebrannt waren, dafsdie glühende Röhre schon anfieng blois zu erscheinen, und das Kochen des Was-sers in der Re! orte, welches jetzt nur noch einige Drachmen betrug, auch naeh-liefs; so tarnen aus der Röhre durch das Wasser einzelne Luftbasen zumVorschein, die er anfänglich nicht achtete- als sie aber Jbrtfuhren in gleichenPerioden auf einander zu folgen, so wurde er aufmerksam darauf, und legtewieder ein mit' Wasser angefülltes Glas vor, worauf beständig Luft erschien,bis kein Tropfen "Wasser in der Retorte mehr vorhanden war, da dann dieErscheinung der Luft mit einem Male aufhörtc. Nachdem das vorgclegte Gefäfsabgenommen war, schätzte er das Maas der Luft dem Maafse von. 6 UnzenW asscr gleich, diejenige ungerechnet, die schon vorher unaufgefangen veiloh-ren gegangen war , und wohl 2 Unzen am Maafse betragen haben mochte. Sieverhielt sich wie Stickluft. 1) ( Cr eil’ s Amuil. L l7t ; 6. B. 11. S. 467. ff)

Später setzte er seine Versuche fort. .Er erbauete sich dazu auf einem höl-zernen Gestelle einen besondern Oueerofen in länglichtviereckigter Form vonBacksteinen auf die schmale Seite gestellt, dem er zum innern Raume i3 Zollrbein-1. Breite, 6 Zolle zur Tiefe, und 12 Zolle zur Höhe gab. 6 Zolle hochvom Grunde wurde der eiserne Rost, und zwei Zolle über demselben ein zoll-starker v icreekigtcr eiserner Stab, 15 Zoll lang , horizontal gelegt, so dafs der-selbe durch die ganze Breite des Ofens gieng, und in zwei Einschnitten der beiden'schmälern Seiten wände ruhete . auf welchen die einzitlegenden Röhren der Sicher-heit wegen unmittelbar der Länge nach gelegt wurden. An der vordem breitenSeite war das Aschenloch in der Mitte angebracht, und der innere oben offeneFeuerraum behielt vom Roste an eine Höhe von 6 Zollen, zur Breite 13 Zolle,und zur Tiefe 6 Zolle.

In dem Kopfe einer gewöhnlichen thönernen Tabaekspfeife wurde ein leeresUnzenglas luftdicht eingeküttet, an das Mundstück aber eine möglichst engeGlasröhre, wie ein S gebogen, ebenfalls luftdicht angeleirnt, und nach vollkom-mener Trocknung der Lutirungen die Pfeife auf den eisernen Stab im Ofen ge-legt, so dafs sie ihrer ganzen Länge nach auf dem Stabe ruhete, und auf einerSeite das Mundstück mit der gebogenen Röhre, auf der andern der Pfeifenkopfmit dem Glase außerhalb des Ofens zu liegen kam , und in beyden Einschnitten mitetwas Lehm befestiget. Zur Verwahrung Rer Gläsernahm er zarten Flachs mit stei-

•1) Winqleb glaubt, dafs „bei der vollkommenen Unschuldigkeit des Glases” nichts .alsWärme und Wasser ai; der Bildung des Stickgas 'J'beil haben, weshalb er für letzteresden Aamcu Wäriut\sUjß'iuft vorschJägt,