Band 
Erster Band.
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W A S S S R UND W JE Ei M E.

fein Rockenmehlkleister genau durchzogen, fest um den Hals des Glases'gewun-den und dann solehes in den Pleifenkopf eingesebraubt, auch von aufsen dieSLelle der Zusammcnfügung noch etliche mal damit umlegt, und zuletzt noch mitbestrichenen Papierstreifen alles doppelt überlegt. — Nachdem alles abgelrocknetwar, wurden glühende Kohlen unter das Pfeifenrohr gelegt, und langsam ver-mehrt, bis sie deV Pfeife gleich lagen, woher aber weder der eiseine Stab,noch das Rohr glühend wurden; zugleich wurde auch unter das leere Glas einekleine Kohlpfanne mit glühenden Kohlen gestellt, der Ausgang der gebo-genen Glasröhre unter jWasser gebracht, und ein mit Wasser angefülltcs Glasdarüber gestürzt. Die Luft dieses Gefäfses erschien schnell, und wurde in demGlase aufgefangen : ihre Menge war dun iimern Raumeder Gefafse gleich, undüber diese erschien keine mehr, obgleich das Feuer an beiden Orten noch übereine halbe Stunde verstärkt erhalten wurde: Sie war ihrer Wirkung nachvon anderer atmosphärischer Luft nicht unterschieden, indem ein glimmenderHolzspan darin eben so lange und gut brannte , wie in der atmosphärischenLuft. Nun küttete er ein Iöthiges Glas mit 2 Drachmen dcstillirtcn Wassersan den Kopf einer gewöhnlichen thönernen Tabackspfeife , mit der eben be-schriebenen Anstalt; legte die Pfeifern den Ofen auf den eisernen Stab, undwenige glühende Kohlen darunter, brachte auch die mit Kohlen angefüllte Kohl-pfanne in einiger Entfernung unter das Glas. Sobald das Gläschen so heifs war,dafs das Wasser darin dem Kochen nahe kam , wobey das Rohr noch weitvom Glühen entfernt war, und die Kohlen mit dem eisernen SLabe gleich lagen,erschienen übergehende Luftblasen. Den ersten übergehenden Cubikzoll fing erin einem besonder« Glase auf, und rechneLe ihn für den Luftgehalt der Gef afse.Dann folgten noch eine Stunde lang 40 Unzenmaafse oder beynahe 62 CubikzollLuft, die in mehrern andern Gläsern aufgefangen wurde, wobey aber keineSpur von übergehenden Wasserdünslen in der gebogenen Wasserrohre zu be-merken war. Sobald der letzte Tropfen Wasser verdünstet war, kam auchbey verstärktem Feuer kein Luftbläsehen mehr zum Vorschein. Auch so oft unterdem Versuche die Kohlpfanne unter dem Gläschen absichtlich weggenommen,oder frische Kohlen aufgelegt wurden, erschien augenblicklich keine Luftblasemehr. Durch eine mit Thonlutum eine Linie dick beschlagene thönerncTabacks-pfeife wurden unter gleicher Behandlung Wasserdünste ohne Glühung der Röhregetrieben, und davon ebenfalls eine der vorigen nahe kommende Menge Luft er-halten. — Ferner liefs er sich von einem Töpfer tliönerne Tabackspfeife« , Kopfund Rohr von aufsen stark verglasuren, küttete in den Kopf einer solchen Pfeifeein Glas mit einem Lothe destillirlen Wassers , und verfuhr damit in allen Stückenwie beschrieben. Nach Verlauf einer kurzen Zeit, ehe noch die Kohlen dasPfeifenrohr erreichten, und ehe dasselbe mit dem eisernen Stabe glühend war,

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