Wasser und W arme.
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erschien Luft in schnell auf einander folgenden Blasen, und dauerte über eineStunde hindurch fort, solange noch etwas Wasser im Gläschen vorhanden war.Die Luft betrug 45 Unzenmaafse oder 6.9,433 Kubikzolle. Jetzt liefs er beygleicher Zurüstung die glasirte Pfeifenrohre durchaus glühend werden, eheer das Wasser im Gläschen zum Rochen brachte. Sobald das Kochen des letztembegann, erschien Luft in gleichem Maafse wie vorher, wurde in besondernGcfäfsen aufgefangen und zur Untersuchung bey Seite gesetzt. Nun prüfte erdie Luftarten von den verschiedenen Versuchen. In der Luft vom zweyten, drittenund vierten Versuche brannte ein glimmender Holzspan noch ziemlich gut, aberdoch nicht so gut und nicht so lange als in atmosphärischer Luft. In der Luft vomfünften Versuche aber verlosch er gleich beym Eintauchen. Von allen vier Luftartenwurde das Kalkwasser stark niedergeschlagen. Bey der darauf angestellten cu-diometrischen Prüfung gab die gemeine atmosphärische Luft 1,05. Die Luftartenvom 2, 3 und 4t.en Versuche zeigten alle drey bey der Mischung mit einem glei-chen Maafse Salpeterluft, rothe Dämpfe, Wärme und eine Verminderung bisauf 1,25. Dieser ihre Güte war also völlig gleich. Die Luft des fünften Versuchsaber zeigte bey der Verminderung 1,37.
Nun brachte er in ein vier Linien -weites gläsernes Rohr, 19 Zolle lang,eine thönernc Tabakspfeife, deren Mundstück noch 3 Zolle lang aus dem Rohrehinausreichte, und der Zwischenraum mit sehr zarten Ouarzsand ausgefüllt, vonaufsen aber das Rohr 3 Linien dick mit Lehm beschlagen. In den Kopf derPfeife wurde ein rundes Glas mit einer Unze destillirten Wassers, an das Mund-stück aber ein gehörig gebogenes gläsernes Rohr angebracht. Als alle diese Be-schläge getrocknet waren , wurde das Rohr in den Ofen gelegt, das gebogene Rohraber mit seiner Oeffnung unter Wasser gebracht; nach Verflufs einer halben Stundekam das Rohr zum Glühen, und das Wasser im Glase zum Kochen. Nach der über-gegangenen Luft der Gefäfse erfolgten nach 2 Stunden hintereinander Wasserdünste,und wahre Luft, bis endlich alles Wasser aus dem Gläschen verdunstet war. Die indieser Periode von 2 Stunden nach und nach erhaltene Luft betrug am Maafse 6 Cu-bikzoll, und löschte augenblicklich einen darin getauchten glimmenden Holzspanaus. Sie konnte nicht weiter cudiometrisch untersucht werden , weil das Glas ausVersehen nicht genau genug verschlossen worden war. So oft die Kohlpfanneunter dem Glase mit Wasser vorsätzlich weggenommen, oder das Gläschen durchAnblasen etwas abgekühlt wurde , so stieg das Wasser in der pneumatischenGlasröhre sogleich bis zum Pfeifenrohre, und cs konnte kaum das Hineinsteigenverhütet werden. Er liefs sich nun gläserne Tabackspfeifen , von gleicher Stärkeund Bildung als seine gebrauchten thönernen waren verfertigen , lutirle eben sowie bey jenen ein kleines Gläschen mit dcslillirtem Wasser in den Kopf hinein,legte die Glaspfcife, der er am fordern Ende, da das Rohr hinreichend lang
MEVESS SYST. DARSTELLUNG , I. BAND. U U