Wasser und W je r .m e.
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Zeit recht heifs ist, ohne zu sieden. Uni sich selbst und andere von der Rich-tigkeit seiner altern Versuche zu überzeugen, linderte er den oben beschriebenenApparat dahin ab, dafs er das Rohr G mit dem Halme a und dem Trichter Abei c Fig. 2. abnahm, und an dessen Stelle das kupferne Gefafs und Rohr HFig. 4. wieder anlöthen liefs ; er brachte ihn darauf in den Ofen , so dafs D inder mit kaltem Wasser angefüllten pneumatischen Wanne zu liegen kam, fülltedas Gefafs II Fig. 4. mit Wasser, verstärkte das Feuer bis der Tiegel Bglühete,und öffnete nun den Hahnh, nachdem das Wasser in II recht stark kochte,wodurch die Wasserdämpfe genöthigt wurden, durch den Apparat zu gehen.Es zeigte sich aber in der gläsernen Glocke F die ganze Zeit durch , währendwelcher die Wasserdämpfe übergiengen, auch nicht das geringste Zeichen einerentwickelten Gasart ; doch ward das Ende D der silbernen Röhre' während diesesVersuchs überund über mit kleinen Luftbläschen äufserlich überzogen, welche vonZeit zu Zeit sich losrissen , und etwa einen halben Cubikzoll Luft bildeten, nach-dem die Wasserdämpfe 3/4 Stunden übergegangen waren. War die pneumatischeWanne mit kochendem Wasser gefüllt, so erschien auch nicht das kleinste Luft-bläschen. (Scherers allgem. Journal d. Chemie, B. III. S. 623 — 638. Gil-berts Annal. d. Physik, B. II. S. 369 — 386. v. Grell’s chem. Annal. 1799.II. S. 275 — 283.)
Kan Mons machte folgenden hiehcr gehörigen Versuch : Zwei Tiegelwurden übereinander gesetzt, und mit fein gestofsenen Tiegelstücken, die mitW Lasser durcheinander geknetet waren, lutirt. In dem obern Tiegel waren zweiGlasröhren befestigt; die eine, an der ein Trichter befestigt war, liefs sichdurch einen Krahn vcrsch-licsscn, die andere Führte unter den pneumatischenApparat. Jetzt wurde der untere Tiegel zum Glühen gebracht, in den TrichterWasser geschüttet, und der Krahn so geöffnet, dafs der Tiegel in jeder Secundeeinen Tropfen Wasser erhielt. Aach dem Falle jedes Tropfens gieng etwas Luftunter die Glocke. Der Versuch dauerte länger als eine Stunde; immer war dasResultat dasselbe. Bei Untersuchung des Gas fand er gröfstentheils Stickgas,Sauerstoffgas und kohlensaures Gas. Die Verküttung war ganz geblieben. 1)(Grell’s Annalen, 1501. B. I. S. 187 — 189.)
Juch s über diesen Gegenstand angcstelite Versuche sind folgende:
Eine kleine Retorte von weifsem Giase von der Hütte Schlcichach im Fran-ken (welches Glas sich durch seine Strengflüssigkeit auszeichnet) mit einer
1) Van Mons glaubt schliessen zu können, dafs dies Gas von aussen hinzu gekommensei, indem als er nachher vermittelst eines Gazometers Stickgas auf die Tiegel bliefs , dieLuft nicht beim Hineintropfen des Wassers,' sondern beim Anblasen- der Tiegel mit Stick...gas übergieng, (S. Thouerde und Stickgas.)