Band 
Erster Band.
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W ASSES UND W JE R ME.

Jil?

einer viertel oder halben Minute auf einander folgten-, das Wasser in der pneu-matischen Wanne befand sich dabey in einer beständigen Fluctuation und z el-lenförmigen Bewegung, so dafs man es deutlich bemerken konnte, wie dasWasser in die Röhre hinein, und mit Gewalt wieder hinaus getrieben wurde,so dafs dasselbe in dem Gefäfse f nebst dem darin schon enthaltenen Gas öftersbis an die Oberfläche des Wassers in der pneumatischen Wanne hin und wiederzurückgetrieben wurde ; auch ward das Ende D der silbernen Röhre währenddes Versuchs so weit es das kalte Wasser berührte, überund über äufscrlichmit kleinen Lultbläschen überzogen, welche von Zeit zu Zeit, sich losrissen,und thcilß in das Gefäfs f Fig. 3. stiegen , theils auf dem Wasser einige Zeitschwimmend blieben. Er wiederholte den obenstehenden Versuch auf dieselbeArt sieben verschiedene Male und immer mit demselben FhTolge; nur war dieMenge des in dem Gase enthaltenen Sauerstoffgas verschieden, obgleich dieselbeimmer weniger, als die in der atmosphärischen Luft gewöhnlich befindlichebetrug, so dafs der Unterschied der Verminderung des Volumens bei Vermi-schung von 100 Theilen dieses Gas mit eben so viel Salpetergas, und bei derVermischung von 100 Theilen atmosphärischer Luft mit eben so viel Salpetergasbisw-eilen Th eile ausmachte; hiebei bemerkte er, dafs das erhaltene Gas

reiner war, je kälter das Wasser in der pneumatischen Wanne war,- auch indemselbenVerhältnifs in gröfserer Menge entwickelt wurde; so wie es hingegenam unreinsten war, wenn das Wasser über Nacht im Laboratorium gestandenhatte. — In Wasser, das durch läng ca- als 2 Stunden hindurch danrendes Ko-chen völlig von aller Luft gereinigt, und stets im Kochen erhalten war, legteer abermal das Ende D der silbernen Röhre Fig. 3. machte den Tiegel B weifs-glühend, und liefs nun wie oben beschrieben einen Tropfen Wasser durch denTrichter und Hahn a fallen, es giengen eine beträchtliche Menge Dämpfe in dasGlas F über, welche sich aber condensirtcn, ohne auch die geringste Spureiner Luftblase zu hinterlassen ; er setzte den Versuch mehrere Stunden mitdemselben Erfolge fort. — Er wiederholte ihn mehrere Male in Gegenwart ver-schiedener Personen, unter andern des Hrn. Professor Abildgactrd , und Pro-fessor und Hol- Apotheker B eck er, und immer mit dem nemliehen Erfolge.Er fand dabei, dafs es keineswegs nöLhig sei, dafs das Wasser in der pneuma-tischen Wanne auf erw ähnte Art völlig von der atmosphärischen Luft gereinigtw-erde, und dafs es hinreichend sei, wenn das Wasser nur während dem Ver-such anhaltend siedend erhalten wird; kocht das Wasser hingegen nicht, sogeht es wegen seiner grofsen Verwandtschaft zur atmosphärischen Luft damit inVerbindung, man erhält daher vielleicht nur eine ganz kleine Menge Luft, dieschwerlich mehr als die Gröfse einer Erbse ausrnacht, wenn gleich der Versucheine halbe Stunde und darüber fortgesetzt würde, und das Wasser nur während dci*