Band 
Erster Band.
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344 W A S S H B U IT Ö W M & M E.

alsdann verminderten sic dieselbe, und licfscn das Wasser blos dampfen, dochalles blieb wie vorher. Hierauf brachten sie Kohlen unter die Tabackspfeife;sobald diese anfieng zu glühen , erhielten sie Luft, und zwar Stickluft, die auchso lange anhielt, als die Pfeife glühete. Jetzt nahmen sie die Kohlen wiederunter der Tabacksröhre weg , und kühlten die Rehre mit einem nassen Schwammab . von diesem Augenblicke an kam keine Luft mehr zum Vorschein. Dieseswiederholten sie wechselweise, so lange Wasser in dem Gläschen war, undder Erfolg war immer der nemliche. Als der Versuch geendigt und alles kaltgeworden war, untersuchten sie die Röhre, und fanden sic vollkommen dicht.Sie wiederholten denVersuch auch so, dafs sie, um den Durchmesser der Glas-röhre zu verringern, die Glasröhre mit etwas fein gestofsenem Glase ausfülltcn;der Erfolg war in Allem wie im vorigen Versuche. Sie befestigten nun dasGläschen mit Wasser an das Ende einer Pfeifenrohre ; diese Röhre steckten siein eine Glasröhre von 4 Linien Durchmesser, und welche nur so viel längerwar, als die Pfeifenrohre, dafs nicht die letzte, sondern die erste ins Wasserkonnte getaucht werden, um die Luft aufzufangen, indem sie das andere Endemit der Tabacksröhre, da, um das Gläschen mit Wasser war, mit Kitt dichtverschmierten, um dadurch allen Zugang der äufsern Luft abzuhalten. Nach-dem alles gehörig getrocknet war, brachten sie die Röhren über gelindesKohlfeuer ; sie vermehrten langsam das Feuer, bis beide Röhren glüheten, unddas Wasser zu dampfen anfieng. Die Wasserdünstc stiegen regelmäfsig in dieRöhre, doch es erschien keine Luft, aufs er die gewöhnliche atmosphärische.Sie scLzten die Versuche fort, indem sie abwechselnd die Hitze vermehrten undverminderten; das Wasser war ganz in Dampf übergegangen, ohne dafs siceinige Stickluft erhielten. Der eben beschriebene Versuch wurde noch einmalwiederholt; beide Röhren waren durch und durch glühend ; die Wasserdünstestiegen regelmäfsig in die Röhre; allein es kam keine Luft. Als sie einige Mi-nuten dem Versuche zmgesehn hatten, entblöfsten sie in etwas die Röhre, undüefsen einen Tropfen kaltes Wasser auf die Glasröhre fallen, welches einigeRitzen in dieselbe machte; sogleich erfolgten einige Luftbläschen, welche sichzusehends vermehrten, und bis zu Ende des Versuchs anhieltcn. Als alles Wasserübergegangen war, untersuchten sie die Luft, und fanden dieselbe Stickluft mitetwas Kohlensäure. Diesen Versuch wiederholten sie noch einmal mit demsel-ben Erfolge. Sie liefsen min abermals Wasserdunst durch die glühende Ta-backsröhre streichen, und erhielten wiederum Stickluft. Sie nahmen nun wäh-rend des Versuchs das Geschirr mit Kohlenfeuer, wodurch die Röhre glühenderhalten würde, weg; so lange die Röhre noch einigermafsen glühete, gewannensie immer fort Luft; so bald aber dieses Glühen aufhörte, erschien auch keineLuft mehr, und das Wasser gieng in Tropfen über. Sie untersuchten jetzt die

Luft,