Band 
Erster Band.
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Luft, und fanden, dafs es gemciiie war. Jetzt brachten sie das Geschirr mitFeuer wieder unter die Röhre, und bedeckten letztere mit Kohlenfeuer; es er-schien sogleich wieder Stickluft, welche so lange anhielt, als bis sie das Ge-schitr wieder wegnalunen, worauf wieder gemeine Luft zum Vorschein kam.Diesen Versuch wiederholten sie öfters und zu verschiedenen Zeiten, immermit demselben Erfolge ; und cs mifslang ihnen nie, vermittelst einer Tabackspfeifebeim Durchtreiben der Wasserdünste entweder Stickluft oder atmosphärischeLuft nach Willkühr darzustellen. Sie stellten auch wiederholte Versuche mitRöhren von rothem Kupier von 2 bis 4 Linien im Durchmesser an, welche andem einen Ende in einen rechten Winkel gebogen waren, um auf diese Weisedas Gläschen mit Wasser leichter daran befestigen zu können, an dem andernEnde aber eine Beugung hatte, die bequem war, die Luft aufzufangen. Inkeinem einzigen Versuche erhielten sie Luft, so oft sie auch den Versuch ab-ändern mochten. Nun beschlagen sie eine Glasröhre von 2 Linien Durchmesser,mit einem Beschläge aus Thon und Sand. Nachdem alles gehörig getrocknet,und die ganze Vorrichtung in Ordnung gebracht war, gaben.sie gelindes Feuer,und vermehrten alsdann langsam die Hitze, bis sie vermutheten, dafs die Röhrelangsam glühe, und das Wasser in dem Gläschen anfieng zu kochen ; doch eskam keine Luft aufser etwas gemeine aus dem Gläschen und der Röhre. Sievermehrten und verminderten wechselsweise die Hitze, doch ohne Erfolg. Alsder Versuch auf diese Weise zu Ende gebracht, und alles Wasser übergetrie-ben war, nahmen sie dah Feuer weg, und liefsen die Röhre kalt werden; sieuntersuchten die Röhre, und fanden, dafs sie dicht geblieben war. Sie wieder-holten den letzten Versuch. Nachdem ihrer Vermuthung nach die Röhre einigeZeit geglühet, und sie die Hitze einigemal abgeändert hatten, ohne dafs Lufterschien, nahmen sie die Kohlen weg, doch so , dafs die Röhre glühend blieb:einige Augenblicke darauf erschien Luft, die auch anhielt. Sie vermehrten dasFeuer, und brachten auch das Wasser stärker ins Kochen ; die Luft erschienohnerachtet der starken Hitze noch häufiger , und hielt an , bis alles überge-gegangen war. Sie untersuchten die Luft, und fanden Stickluft mit ein wenigKohlenfäure. Nach geendigtem Versuche, und nachdem alles gehörig erkaltetwar, untersuchten sie die Glasröhre, und fanden , dafs dieselbe an verschiedenen.Stellen kleine Risse erhalten hatte. Um sieh zu überzeugen , ob auch wirklichin den beiden vorhergehenden Versuchen die Glasröhre glühend gewesen sei,wiederholten sie den nemlichen Versuch. Sic nahmen eine Glasröhre von 4Linien Durchmesser, in diese thaten sie feingestofsenes Glas, und, um besserüber das Glühen urtheilen zu können, beschmierten sie dasselbe nicht mit Kitt.Nachdem die Vorrichtung in die gehörige Ordnung gebracht war, gaben sieanfänglich sehr gelindes Feuer, sowohl unter der Röhre, als unter dem Gläschen

METERS STST. DARSTELLUNG, I. BAND.- X X