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Luft angenommen hatten; er reinigte sie dann wiedrum mit einem reinen trocke-nem Kammertuche, und brachte sie in das vollkommenste Gleichgewicht., indemer an den Arm der Wage, an welchem die etwas leichtere Flasche 13 hing, einkleines Stückchen feinen Silberdrath befestigte. In dieser Stellung liefs er denApparat noch 12 Stunden länger in dieser Stube stclm. Da er nach Verlaufdieser Zeit keine Veränderung in den relativen Gewichten der Flaschen bemerkteund sie sich noch im vollkommensten Gleichgewichte befanden , so brachte ersic nun in eine grofse unbewohnte SLubc, die nach Norden lag, und in der dieLuft, die völlig ruhig war, die Temperatur von 29° Fahr, hatte: die Wärme deräufsern Luft war von 27 °. Beim Hinausgehen verschlofs er die Thüreny undund liefs die Flaschen , die eben so , wie vorher , an den Armen hingen , 48 Stun-den in dieser kalten Stube ungestört stehen. Nach dieser Zeit ging er wiederin die Stube hinein , und zwar mit der gröbsten Vorsicht um die Wage nicht zubeunruhigen. Er fand jetzt, dafs die Flasche A ein sehr merkliches l Überge-wicht zeigte. Das in ihr enthaltene Wasser war vollkommen zu einer festenEismasse gefroren. Der Weingeist in der Flasche B zeigte aber nicht die ge-ringste Spur von Gefrieren. Mit der gröbsten Vorsicht suchte er nun das Gleich-gewicht wieder herzustellen; indem er an dem Arme der Wage, an dem dieFlasche B hing ein Stücken von demselben feinen Silberdrahte anbrachte. Sofand er dafs die Flasche A um den —Tb eil ihres ganzen Gewichts, dassie zu Anfang des Versuchs gehabt hatte, schwerer geworden war. Das Ge-wicht der Flasche und ihres Inhalts war nemlich zu Anfänge des Versuchs4811,23 Gran Troy Gewicht (die Flasche allein 703.37 und das Wasser 410/.86Gran ; und nun mufsten DA Tbeile eines Grans dem entgegengesetzten Theileder Wage hinzugesetzt averden , um ihr das Gleichgewicht zu halten. Er trugnun die Wage mit den beiden anhängenden Flaschen wieder in die warme Stube;die noch dieselbe Temperatur von 61° Fahr, hatte. Das Eis in der Flasche Athaute nach und nach auf, und wie es sich wieder gänzlich in Wasser verwan-delt , und dieses die Temperatur der umgebenden Luft angenommen hatte, sowischte er die beiden Flaschen vollkommen rein und trocken ab ; und nun wogenbeide Flaschen wdeder genau soviel als im Anfänge des Versuchs ehe das Wassergefroren war. Dieser öfter wiederholte Versuch gab beinahe dasselbe Resultat;immer schien das Wasser, wenn es gefroren war, schwerer zu sein, als imflüssigen Zustande. Die Unregelmäfsigkeit aber, mit der das Wasser beim Auf-thäuen die Zunahme an Gewicht wieder verlohr, und die Verschiedenheit dieserZunahme durch den Frost bei den verschiedenen Versuchen leiteten ihn aufden Verdacht, dafs aus diesen Versuchen kein entscheidenderSchlufs abgeleitetwerden könne. Dafs vielleicht die Wage einen Fehler haben könne (es warein vortreffliches dem Könige von Baiern gehöriges Instrument); schlofs er aus