Band 
Erster Band.
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W ASSES, W JE R M E UND LlCHT.

konnte. Er liefs nun das Wasser an der inwendigen Seite der Tonne herunter-laufen, und man bemerkte gleich, dafs der Brand merklich nachliefs, und fastau den Seiten der Tonne, wo das Wasser hingekommen war, gelöscht war.Der zweite Löffel voll, welcher an der andern Seite der Tonne ausgegossenwurde, löschte den Brand so, dafs die Flamme sich nur sehr wenig noch überdie Tonne erhob. Der dritte Löffel voll löschte vollends deii Rest des Brandes.Dafs die schnelle Löschung nicht etwa davon herrührte, weil der Theer gröfs-tentheils schon verbrannt w r ar, zeigte ihm folgender Versuch: Er warf vonNeuem brennende Späne in die Tonne, um das Wasser , welches in die Tonnegegossen war, zu verflüchtigen, und nun brannte die Tonne wieder eben so fort,als vor der ersten Löschung. Hierauf wurden die brennenden Späne unten unterder Tonne weggenommen, und dieser starke Brand wurde durch zwei Löffel’vollWasser gelöscht. Bei einer zweiten Wiederholung dieses Versuchs gelang csdem Herrn van Mar um, einen einzigen Löffel von 2 Unzen Wassers so gut.über die innere Seite der Tonne zu vcrtheilen, dafs der Brand, welcher ebenso heftig war, als die vorigen Male, gelöscht wurde. Ferner liefs van Marum( Gren’s neues Journal der Physik, B. IV, S. 158), auf dem bei Harlem gele-genen Härmen Jansens Felde eine Hütte von trockenem alten Holze aufschlagen,wie eine grofse Stube, ncmlich 21 Fufs lang , 20 Fufs breit und 14 Fufs hoch.An der Südostscite waren 2 Thüren, und an der Südwestseite zwei Oeffnungen,wie grofse Fenster. Oben auf der Hütte lagen drei Bündel mit Spänen, welchemit Stricken an einen runden Pfahl gebunden waren, der 27 Fufs hoch über derErde stand. Die Hütte war oben offen, und stand einen halben Fufs über derErde. Die innere Seite war rund herum ganz mit Theer bestrichen, und mitMatten von Schilf zehn Fufs hoch überkleidet. Diese Matten waren auch kurzvor der Anzündung von oben bis unten reichlich mit Theer' überstrichen, undunten an denselben waren Hobelspäne befestigt. Alit dieser so eingerichteten'Hütte machte er den ersten Versuch am achten Mai 1797, in Gegenwart derDirektoren der Teyler’sclien Stiftung und anderer Zuschauer. Es war damalsein so starker Wind, dafs die Mühlen mit halbem Segel herumgingen. Alsdie Hobelspäne rund herum angesteckt waren, standen die betheerten Schilf-matten bald in vollen Flammen. Das durch den Wind scharf angeblasene Feuerwar so heftig, dafs viele Zuschauer ausriefen, es sei nicht möglich, dieses Feuerzu löschen. Als nun das Schilf verbrannt war, stand das Holz an der innernSeite rund herum in vollen Flammen. Der Wind jagte auch die Flammen durch dieRitzen zwischen den Brettern der Südostseite, so dafs diese Seite der Hütte auchvon aufsen gröfstentheils brannte. Darauf liefs van Marum eine kleine Fland-sprilze vor der Thüre , nahe bei der Nordecke der Hütte, in Bewegung setzen. Erselbst stellte sich vor diese Thüre hin, so nahe als- die Hitze des Feuers es zuliefsj,