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Erster Band.
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Wasser und Electricität,

Wasser und Electricität.

F ranklin fand, dafs ein Eiskuchen, ob er gleich die Electricität hindurchlasse, doch zuweilen den Schlag einer Leidner Flasche nicht forlleiten wolle.(Priestley's Geschichte der Electricilät, von Krünilz, herausgegeben, S. 110.')J all ab er t zeigte, dafs Eis die Electricität leite, indem er das LeidcnscheExperiment mit einer Bouteille, in der Wasser gefroren war, anstellte. (BeiPriestley a. a. 0. S. 86.)

Um das Verhalten des Eises in dieser Hinsicht zu untersuchen, nahmPriestley einen grofsen Eisschollen, wusch ihn recht rein, und kratzte alleetwa daran befindliche scharfe 'Spitzen ab. Nachher isolirte er ihn, als erwieder vollkommen gefroren war, bei Nacht in freier Luft, wohin er seineElectrisinnaschine haLte bringen lassen, als es gerade recht stark fror. Als ereine Feder über das Eis hinwegzog, fand er sie fast ganz trocken; er eketri-sirte sie, und brachte aus allen ihren Theilen grofse Funken, die nicht wenigerals einen Zoll lang w r aren, heraus. Ein Glasbecher liefs sich daran eben so gutals an dem ersten Leiter laden ; er entladete auch den Glasbceher durch dasEis hindurch und längst seiner Oberfläche an verschiedenen Orten; so dafs ihmkein Zweifel übrig blieb, dafs Eis beinahe ein eben so guter Electricilätslcilcrals‘Wasser sei. Auch gelang es ihm, einen geladenen Glasbceher, der auffreiem Felde stand, vermittelst einer langen Rette, längst einer sehr grofsenOberfläche von Eis,' auf einem Teiche zu entladen. (A. a. 0. S. 402.) —Bergmann nahm ein Stück Eis, dessen Länge fünfzehn, die Breite dreizehnund die Höhe acht geometrische Finger breit war, und überzog die kleinengegen einander überstellende Seiten mit einem Zinnblättchen, so wie man sie zuSpiegeln gebraucht; nachher berührten zwei Leute, der eine mit der linken,der andere mit der rechten Hand, die belegten Seiten des electrisirten Eises:Nach einem vollkommenen Zirkel erhielten beide sogleich um das Ellenbogen-gelenk einen heftigen Schlag. Ais derselbe einen fest zusummengedrüekten Cy-lindcr von Schnee, dessen Länge drittehalb Finger und Durchmesser ohngefähranderthalb Finger betrug,, als Leiter versuchte, liefs er die eleclrische Erschüt-terung sehr gut durch. Ein Sehneecylindcr, einen Schuh lang und zwei Finger

dick«

wird, auch in jed.m Falle hinlänglich ist, die Flamme zu löschen , w?*;n nur das Befeuchten der breu.nenden Stelle ordentlich geschieht. Daher mufs man beim Spritzen vorzüglich hierauf Acht haben.Denn hat man darauf keine Aufmerksamkeit, so verdampfet die Hitze der hie und da noch gebliebenenFlamme schnell das Wasser, womit das gelöschte Holz angefeuchtet ist, und dies geräth dann wiederaufs Neue in Brand, (Fischer a. a. 0.)