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Erster Band.
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W assek. und Galvanismus. 135

der Silberseile verbreitete beim Oeffnen einen deutlichen' Geruch nach Ammo-nium. Sie wurde mit Salzsäure gesättigt, und schofs nun zu reinem Salmiakan. (Simon in Gilbert’ s Annalen. B. VlIL St. 1. S. 36. ff.) Späterhin sagtderselbe ( a. a. 0. B. IX. S. 386.): Beim wiederholten Galvanisircn des reinenWassers mit reinen Gold - oder Platin - Drähten, habe er weder Spur von Säurenoch von Laugensalzc entdecken können.

Grub er will bei den Versuchen dieser Art gar keinen \ erlust an WasserVermittelst des genauesten Wägens des Wassers vor und nach der Entbindungder Gasarien erhalten haben. 1) ( Gilbert’s Annal. d. Physik, B. VIII. S.226)Ritter trennte in einer bis zum Parallelstehcn beider Schenkel krumgc-bogenen, weiten, in derj Krümmung dünn ausgezogenen Glasröhre zwei Was-serportionen durch die concentrirleste Schwefelsäure, und entband vermittelstdes Galvanismus aus der einen blos Sauerstoffgas, aus der andern blos Wasser-stoffgas. ( Gilbert’s Annal. T. Vll. 3Les Stück, S. 363 u. 376.) 2)

Dauy setzte die Enden einer Voltaischcn Säule, von 110 Paar Metall-platten, durch Silberdrähte mit zwei fünf Zoll weit voneinander abstehendenGläsern voll Wasser, das lange gekocht und noch warm war , und das Wasserin beiden Gläsern durch seinen Körper in leitende Verbindung, indem er einenEinger der rechten Hand in das eine, und einen der linken in das andere Glastauchte. Kaum hatte er den Schlag erhalten, so fing der Draht der Zinkseitean sich schnell zu verkalken, und weifse Wolken verbreiteten sich von ihm abins Wasser. Zugleich bildete sich ringsum den Draht der Silberseite im andernGlase Gas. Er unterhielt die leitende Verbindung eine halbe Stunde lang, wärendwelcher der Erfolg unverändert derselbe blieb. Der Draht der Zinkscite gabdabei gar kein Gas \ das vom Drahte der Silbers eite sich entwickelnde wurdein einem verkehrt gesetzten Glascylinder aufgefangen, enthielt, wie die Probemit Salpctergas darthat , gar kein Sauerstoflgas, und verminderte sich als es mitdoppelt so viel atmosphärischer Luft verbrannt vmrde, so, dafs es fast ganzaus Wasserstoffgas bestehn mufste. —■ Als er nachher das \Vasser in beidenGläsern durch 3 Personen, die sich anfafsten , verband, blieb der Erfolg derselbe,nur dafs er langsamer vor sich ging. Dasselbe war der Fall, wurde'die Verbin-dung durch eine Muskelfiber, oder durch eine frische vegetabilische Fiber, oderdurch einen angefeuchteten Faden kürzer als 3 Fufs bewerkstelligt. — Er ver-

1) Er schliefst daraus, dafs die entbundene Luft nicht der Zersetzung-des Wassers, sondern

der der Galvanischen Materie zuzuschreiben sei.

2) Auf diesen, und nachfolgende ähnliche Versuche Anderer, gründete Ritter einen Ein.

wurf gegen die damals allgemein angenommene Hypothese der Zusammensetzung desWassers aus Wasserstoffgas und Sauerstoflgas,

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