Band 
Erster Band.
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W asser und Galvanismus.

schaffte sich nun verschiedene \fi Zoll weite und 4 Zoll lange Glasröhren, diean einem Ende offen waren und durch deren anderes zugeschmolzenes Ende einStück Golddraht ging. Zwei dieser Röhren füllte er mit desstillirtem Wasser undstellte sie mit dem offenen Ende zu unterst in zwei verschiedene Gläser voll destil-lirten Wassers. Die Golddrählc der Röhren wurden durch Silberdrähte mit denEnden der Yoltaischcn Säule, und das Wasser beider Gläser durch eine frischeMuskelfaser in leitende Verbindung gesetzt. Es erhob sich sogleich Gas von bei-den Golddrähten, am meisten und schnellsten aber von dem der Silberseite, undhier war nach 4V4 Stunde der ganze obere Theil der Röhre bis unter die Spitzedes Golddrahts mit Gas gefüllt, worauf der Proccfs aufhörte. In der Röhreder Zinkseite hatten sieh 33 Maas Gas (jedes dem Volumen eines Grans Queck-silber oder Wasser gleich ) und in der Röhre der Silberseite fast 65 Maas Gasgesammelt. Das Gas von der Zinkseitc mit 80 Maas Salpetergas gemischt, (dasij '22 Stickgas hält) verminderte sich schnell und grünes salzsaures Eisen ver-schluckte den Rückstand bis auf nicht volle 5 Maas. Mithin enthielten die 33Maas dieser Gasart augenscheinlich mehr als 31 Maas Saucrstoffgas. Die 65Maas in der Röhre der Silberscite verminderten sich mit Salpetergas kaum sicht-bar, und liefsen nach der Absorption des zugesetzten Salpetergas! beim Abbrennenmit 60 Maas Sauerstoffgas durch den electrisehen Funken einen Rückstand vonbeinahe 3b Maas, waren also fast ganz reines Wasserstoffgas. Die kleine Ver-minderung , welche dies Wasserstoffgas bei seiner Vermischung mit Salpeter-gas litt, und den Rückstand beim Abbrennen mit SauersLoff’gas schreibt D. derim destillirten Wasser aufgelöfsten wärend des Processcs daraus sich entwickeln-den atmosphärischen Luft zu. Um daher wo möglich beide Gasarten, in welchedas Wasser zersetzt ward , vollkommen rein darzustellen, füllte er jetzt diebeiden Röhren und Gläser mit Wasser, das er acht Stunden lang hatte kochenlassen, und das fast noch brühend heifs war. Sobald die Röhren abge-kühit waren, brachte er sie mit der Säule in Verbindung. Die Gasentwickelungging sogleich vor sich, in der Röhre der Silberseite sehr schnell, in der Röhreder Zinkseite aber nur langsam. Dies Mal zeigten sich an den Wänden der Glas-röhre keine Luftbläschen, wie in dem vorigen Versuche. Nach 5 Stunden be-fanden sich 56 Maas Gas in der Röhre der Silberseite und 14 Maas in der Röhreder Zinkseite. Jene 56 Maafs verminderten sich nicht mit Salpetergas und zeig-ten sieh beim Abbrennen als reines Wasserstoffgas, und diese 14 Maas warenimvermischtes Saucrstoffgas. In diesem und in dem vorigen Versuche warendie Golddrähte nicht merklich angegriffen, auch war ihre Farbe nicht im minde-sten verändert. Weil die Quantität des erhaltenen Sauerstoffgas geringer war,als sie nach dem Verhältnisse, „worin Wasserstoffund Sauerstoff im Wasser ge-mischt sind' 5 , hätte sein sollen , wiederholte er den Versuch so, dafs er die Röhre