W asser und Galvanismus.
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der Zinkseitc mit gekochtem Wasser füllte, das über Quecksilber mit Sauer-stoffgas so lange geschüttelt war, bis es mit diesem Gas gesättiget sein konnte.In sieben Stunden entband nun der Galvanische Procefs in der Röhre derZink-scite 27 Maas reines SauerstofTgas und in der Röhre der Silberscite 57 Maas rei-nes Wasserstoffgas , also beide sehr nahe in dem Verhältnisse, worin ihre Grund-stoffe im Wasser vorhanden sind. ( Davy in Gilbert’s Annalen VII. St. 1,S. 114. ff.)
Ob hiebei Ammoniak erzeugt werde , suchte er durch mannigfaltige Versuchemit Batterien von 17 bis 30Gläsern, deren einige Silberdraht, andereSilberplallenenthielten, auszumachen. Einige Mal wurde dcslillirtes Wasser, andere MalBrunnenwasser genommen, und beides in einigen Versuchen mit dem Safte aus,roLhem Kuhle (red cabbage juiee,) gefärbt. Der röthliche Saft wurde nachmehreren Stunden da, wo er das Silber berührte, grünlicht, indefs er in der Be-rührung , mit der Zinkfläche keine Farbenänderung litt. Im Brunnenwasser bil-dete sich stets auf der Wasserfläche am Silber ein weifses Häutchen , dergleichensich im destillirten Wasser kaum oder gar nicht zeigte, und kam es darin zumVorschein seiner Meinung nach wohl nur einer zufälligen Unreinlichkeit derGefäfse zuzuschreiben war. Ueberdies incrustirten sich die Silberstreifen imBrunnenwasser stets mit einem weifsen Stoffe der sich in Salpetersäure ohneWolken auflöfsteund dergleichen sich nie im destillirten Wasser bildete. (Davija. a. 0. B. VIII. S. 306 — 307.)
Nach Davy machte PfafJ 1) einen Versuch der Art. Sein Apparat be-stand in einem runden Gefäfse von gut lakirtem, mit Siegellakfirnifs überzo-genem, Holze, das auf drei Füfsen steht. Die Tiefe beträgt gegen drei Zoll,der Durchmesser ohngefähr eben so viel; übrigens sind diese Dimensionen will-külirlich, und können gröfser oder kleiner genommen weiden. In der Mitteist dieses Gefäfs durch eine Scheidewand von Holz, von der Dicke zweier*Linien, in zwei Hälften getbeilt, so dafs das Wasser in der einen auf keineW eise Communication mit der in der andern Hälfte hat. Ohngefähr in derMitte wird diese Oeffnung mit einem wohl durchnetzten Pfropfe vollkommenverschlossen, übrigens die ganze Scheidewand, den Pfropf ausgenommen, mitSiegcllackfirnifs überzogen. Beide Seiten des Gefafscs werden mit Löcherndurchbohrt, durch welche man Golddrähtc sLeekt, die auf beiden Seiten demPfropfe bis auf eine halbe Linie genähert werden. Das Gefäfs selbst wird mitWasser gefüllt, jede Hälfte zu einer beliebigen Höhe, doch so, dafs die Drähtehinlänglich bedeckt sind; und über jeden Draht wird ein mit Wasser gefüllter
1) Er stellte diesen Versuch an, ehe er noch von denen von Davy etwas wufste. ■