W ASSES. UND GALVANISMUS!
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Steffens fand, dafs bei der Einwirkung des Galvanismus auf Wasser ineiner Röhre, vermittelst Metalldrähte, die Gasentwickelung am lebhaftesten vorsich gehe, wenn die Drähte in einer der Säule conformcn Richtung in das Was-ser gingen. (Gilbert’s Annalen , B. VII, S.. 523.) Grashof fand diese Be-merkung bestätigt, und nahm zugleich wahr, dafs die Lage der Säule in diesenErscheinungen nichts ändere, dafs, wenn das Wasser in der Röhre durch beideKorkstöpsel comprimirt werde, die Gasentwickelung schwerer und langsamergeschehe, als wenn von der Röhre etwa nur zwei Drittheile mit Wasser gefülltwaren; endlich, dafs mit einer Zink - Kupfersäule, schon bei wenigen Lagenüber das Minimum, bei dem sie chemische Wirkung auf das Wasser äufsert,im Wasser auf der Zinkseite Säuren , auf der Kupferseite Laugensalz erzeugtwerde. Er brachte nendich an jedem Pfropfe ein Blättchen Lacmus und Kur-kumapapier an ; an dem Drahte von Kupfer wurde das letztere braun gefärbtund das erstere blieb unverändert. Auf der andern Seite war es gerade umge-kehrt. ( Gilb er t’s Annalen B. X, S. 377.)
Er man fand, dafs der Wasscrstoflgas entwickelnde Platindraht das Kur-kumapapier sehr schön violet färbt. (Gitbert’s Anna!. B. X, S. 15.) Doch,pflegte er das essiggeröthete blaue Papier gewöhnlich als Reagens anzuwenden;und er versichert, dafs über die Bestimmtheit und Schnelligkeit dieses Mittelsin der That nichts gehe; er brachte oft bei angewandten Mitteldrähten dieSpitze des einen Mitteldrahts von einer Seite , und die entgegengesetzte von derandern Seite an das Papier in einen von beiden Enden gleich u r eit abstehendenTubulus, der in der Mitte der Röhre eingeblasen war, und fand, dafs die eineFläche des Papiers schön blau, und die andere hoehroth gefärbt war; je nach-dem die Stellen des Papiers vom Oxyd- oder Wasserstofi’drahte berührt wordenwaren. (Gilbert’s Annalen a. a. 0.)
Simon schmolz unten in eine Röhre einen Platindraht, und verkitteteihn zu mehrerer Sicherheit noch durch ein Paar Körnchen Siegellak im Innernder Röhre. Die Röhre wurde mit reinem zwei Mal destillirtem und frisch gekoch-tem Wasser gefüllt, und hierauf am entgegengesetzten Ende mit einem rechtguten Korke geschlossen, in welchem der zweite Platindrath und ein langesEntbindungsrohr befestigt war. Um die Verdünstung des Wassers während derganzen Dauer des Versuchs möglichst zu hemmen, hatte er das Entbindungs-rohr aus einer der engsten Thermometerröhren verfertigt, und damit nicht beimUebergange der Gasarten Wasser mit fortgeführt würde, stand das Wasser iader Röhre nur bis auf zwei Linien unter dein Korke, so dafs das Entbindungs-■rohr dadurch nicht erreicht werden konnte. Aufserhalb war der Kork, beson-ders an den Fugen, mit heifsem Wasser vollkommen luftdicht gemacht worden,wovon er sich dadurch überzeugte, dafs, da er den Apparat mit der Oeftnung„MEYERS SYST. DARSTELLUNG. I. BAND. K k k