Band 
Erster Band.
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W asser und Galvanismus.

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wird, unter einander mit einer Sehne verbindet, die Entwickelung der Gas-arlen nicht lange fortdauert, ohne merklich geschwächt zu werden, wenn manaber die Drähte wechselt, die Stärke der Entwickelung sich wieder erneuert, injedem Gcfäfsc aber ein Gas erzeugt, das dem vorigen entgegengesetzt ist.( Foigt's Magaz. f. den neuesten Zustand der Naturk. S. 6S des IV B.)

Ritter sagt: „Wenn man eine an den Enden mit Korkstöpseln verschlos-sene Glasröhre von vier bis sechs Zoll Länge und etwa einem Viertelzoll Weite,mit ausgekochtem destillirtem Wasser füllt, durch jeden der verschliefsendenStöpsel einen dem andern homogenen Draht oder Stift von Zink, Zinn, Bley,Eisen, Kupfer, Messing, WisnmLh und selbst von Silber bringt, so dafs ihreEnden innerhalb der Röhre in beliebigen Weiten von einander stehen, und mmdas aufserhalb der Röhre befindliche Ende des einen Drahts oder Stifts mitdem Zink, und das des andern mit dem Silberdrahte der Batterie in Verbin-dung setzt, so wird mit dem Augenblicke der Sehliefsung der mit dem Zink-drahte verbundene Draht in der Röhre anfangen, sich lebhaft zu oxydiren, in-defs am andern mit dem Silberdrahte verbundenen sich kleine Bläschen inMenge zeigen, die unter zweckmäfsig gemachter Vorrichtung im pneuma-tischen Apparate aufgefangen , bei näherer Prüfung sich durchgehends wieHydrogengas verhalten. Wendet man, statt der genannten, Drähte aus Gold«der Platina an, so wird der mit dem Zinkdrahte verbundene nicht oxydirt,sondern es entwickelt sich an demselben Oxygcngas, indessen am andern Drahtedie Hydrogengaserzeugung statt findet. Fängt man die Produkte beider Drähtein den letzten Fällen, wo beide als Gas erscheinen, in einem Gefafse auf, soerhält man eine Mischung von Oxygcu- und Hydrogengas, die sich ganz wiegewöhnliches Knallgas verhält. Die Mengen von Oxygen- und Hydrogengas,die man in diesen Versuchen von den beiden Drähten erhält, stehn übrigens,ihrem Umfange nach, ohngefähr in dem Verhältnisse von 1 : 2|, also ziemlichin dem ncmlichen, in welchem die Mengen Oxygen- und Hydrogen im Gas-zustand zu einander stehen, die man bei, auf jede andere Weise bewirkten,sogenannten Wasserzersetzungen erhält.“ ( Crcll’s Annalen 1801, I, S. 48.)

Nach Priestley stehen die Zeichen der Säure im Wasser, auf das mandie galvanische Säule wirken läfst, in keinem Verhältnifs zur Menge der dabeierscheinenden brennbaren Luft, und sind überhaupt kaum wahrzunehmen. Erentdeckte sie blofs an der Röthe des Schaums vom Drahte der Zinkseite inWasser, welches mit Lacmus gefärbt war, indefs die Flüssigkeit selbst ganzungeändert blieb, so viel brennbare Luft auch am andern Drahte aufströmte.(Gilb Gr P s Annal. B. XII, S. 467.)

‘Steffens