W a : s s e r und 'Galvanismus.
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rlcr über einen Zoll im Durchmesser hatle. 3) Nimmt man die Drälite ab, untlsetzt sie mit der Säule gleich darauf wieder in Verbindung, so steigen die Blas-,eben schneller auf als zuvor. Drähte , die tiefer im Wasser stehen, geben langsa-mer Bläschen als andere. — Dafs die Galvanische Potenz im Wasser angehäuftwerden könne, glaubt Gmelin dadurch erweisen zu können, dafs, wenn mandasselbe durch Wasser in einem Glase durchziehn läfst, die Drähte hcrausnimmt,und nun frisch zubereitete Prosehnerven in das Wasser bringt, die Muskeln,zu denen diese Nerven gehen, eben so zucken, als wenn noch GalvanischeFlüssigkeit durch das Wasser slrömte. Indessen dauert seinen Bemerkungen zuFolge, diese Ansehwängerung nicht lange. Auch steigen nach ihm noch eineZeitlang Luftbläschen von den Gas gebenden Drähten auf, wenn man dieselbenschon von der Säule getrennt hat. — Dafs die Drahtenden, um chemisch aufdas Wasser zu wirken, in einer gewissen Entfernung von einander stehen müs-sen, hält G. für falsch, da er auch bei einer Entfernung von dreifsig Zollen nochBläschen aufsteigen sah. Es läfst sich aber nach ihm nicht läugnen, dafs dieMenge der Luft, welche von den Drahtspitzen aufsteigt, mit ihrem Abstandevon einander im umgekehrten Verhältnisse steht; bei einer Säule von sechszigPlattenpaarcn und einem Abstande von dreifsig Zollen steigen sehr wenige Bläs-chen auf; doch scheint sich die Menge der ausströmenden Luft in stärkeremVerhältnisse zu vermindern, als der Abstand der Drahtenden von einander.Eben so wenig scheint ihm aber eine zu starke Annäherung der Drahtendenan einander das Aufsteigen der Luftbläschen zu verhindern; bei einem Abstandevon l/i 2 Linie sah er sie noch aufsteigen, oder die Spitzen der Drähte sichverkalken, sogar hörte, wenn er statt der Drähte zwei Stückchen Holzkohlennahm, und diese sich berührten, die Wirkung der Galvanischen Flüssigkeit,welche durch sie hindurch ging, auf das Wasser nicht auf, wohl aber, wenneins an das andre gedrückt, und dadurch die Berührung stärker wurde. ( Crell’sAnnalen 1803. B. I, S. 151 f.)
Cruikschank erhielt bei der Einwirkung des Galvanismus auf Wassereine luftförmige Flüfsigkeit, welche aus einem Theile Lebensluft, und zweienvon entzündbaren Gas mit ganz wenigen Stickgas gemengt war, doch so,dafs die erste zuweilen Vh, ja sogar 1/3 Stickgas enthielt; zugleich bemerkteer dabei, dafs an dem aufsteigenden entzündbaren Gas immer etwas Lebenslufthänge. (Crell’s Annal. 1803. B. I. S. 110.)
v. Hauch sagt: hei den Galvanischen Versuchen, die vollkommen reinefiSauerstoffgas und Wasserstoffgas gaben, sei das Verhältnifs zwischen denGasarten gewöhnlich wie 1:3, und die Menge der Gasarten in gleicher Zeitan Sauerstoffgas von 0,75 bis 1 Cubikzoll, und an Wasserstoffgas von 2 ; 25 bis3 Cubikzoll gewesen. ( Scherer’s Iourn. T. IX* S. 225. f,)