W asser und Galvanismus.
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Gmelin leitete durch 3 Glasreliren, die mit dein allcrreinsten lange ge-kochten , drei Mal überzogenen und vor aller Berührung mit der äufsern Luftverwahrten Wasser gefüllt waren, 24 Stunden lang vermittelst Golddrähte,die mit einer Säule von 80 Plattenpzaren in Verbindung gesetzt waren, Galva-nische I'lüfsigkeit ; das zurückgebliebene Wasser roch weder nach Säure , nochnach Laugensalz , bewirkte in empfindlichen Pllanzenfarben keine Veränderung:,das Wasser aus der einen Röhre liefs er unvermischt; dem aus der zweitensetzte er ein Quentchen Kochsalzsäure zu-, zu dem Wasser aus der dritteneben so viel ätzendes flüchtiges Laugensalz; er rauchte alle nach einander beigelinder Wärme ab, behielt aber nichts, das von etwas beim Galvanisiren hin-zugekommenen gezeugt hätte, zurück. Ca. a. 0. S. 2/9.) Auch wenn er stattGolddraht Silberdraht anwandte, gab das Wasser nicht eine Spur von Säure oderLaugensalz von sich. — Durch 11/2 Loth Lackmuswasser liefs er in Glasröhren16 Stunden lang den Galvanischen Strom fahren ; es änderte auf der Seite despositiven Pols seine blaue Farbe in eine hochrothe (auf der andern, wie es ihndünkte, in eine dunkler blaue); wenn er das Wasser verdunsten liefs, blichenkeine Salzkrystalle , auch überhaupt nicht mehr zurück , als von der gleichenMenge desselben Wassers, auf welches der Galvanische Strom nicht gewirkthatte; auch dann, wenn er dein Lackmuswasser nach Endigung des Galvani-schen Versuchs Kochsalzsäure, oder flüchtiges Laugensalz zusetzte. Ebendiese Versuche wiederholte er mit gleichem Erfolge mit rothem Kohl - und Veil-ehcnwasscr. (a. a. 0. S. 280 ) Wirkung aufLakmuswasser bemerkten auch ausserden schon Angeführten C ctrlisle , Henry una Cruik schon indem siewahrnahmen, dafs es an der Endspitze desjenigen Drahts,* welcher von der ober-sten Zinkplatte kam, roth wurde. ( Grell’s Annal. 1803 B. I S.107.) Dasselbefand Ritter, auch selbst wenn er an diesem Ende einen solchen Draht nahm,der nicht verkalkt wurde. Er fand auch, dafs die geröthete Tinktur am entge-gengesetzten Drahte in kurzer Zeit wieder blau wurde. Aeufserst schwach ge-röthete Tinktur wurde an ersterm Drahte schnell ganz roth, am andern hingegenschnell wieder ganz blau. Spuren von wirklich erzeugter Säure und Laugensalzfand er indessen so wenig bei Lackmustiuktur, als bei reinem Wasser. (FoiytsMagaz. f. d. n. Zustand der Naturk. B. II. St. 2. S. 397.)
Desormcs bemerkte dasselbe beim Veilchensafte. Moyes sah blauesKobhvasser an dem Ende des einen Drahts roth, an dem Ende des andern vonder untersten Silberplatte auslaufenden grün werden. ( Cre 11’s Annal. 1803.B. I. S. 105.)
Cruik schank bemerkte auch, dafs das mit Fernambuk gefärbte Wasseran der Zinkseite purpuiroth wurde, (a. eben a. 0.) Desormcs behauptet,dafs am Zinkpolc eine Säure entstehe, die Platina auflöse , und Silber aus der