W A 5 S E B. UND W ASSBAST- ÖFFGAS«
lOO Cubikzoll fäftle , und auf einem ebenen glasurten Gefäfte voll Wasser stand,so dafs sie keine Erschütterung erhalten konnte. Der Wärmemesser war aufi0° und der Schwereinesser auf 38''. Gleich am andern-Tage-fing das Wasseran in der Glocke heraufzusteigen. Die Einsaugung vermehrte sich täglich, undnach Verftuft v r on drei Monaten war über die Hälfte Luft eingeschluckt. {Dela Meth er ie über reine Luft u. s. w. B. I, S. 152-f. der teutschen Ausgabe).Er liefs nun das Wasser kochen, um zu sehn, ob er die dreiftig verschwunde-nen Zolle der Luft heraustreiben könne ■, er erhielt aber nur so viel Luft alsdas Wasser in seinem gewöhnlichen- Zustande enthält, nernlich T ' 5 seines Um-fangs. Diese konnte mit reinei' Luft nicht verpuffen. Ein Maas derselben miteben so viel Salpeterluft versucht, gab 1.15 Ueberbleibsel. Er wiederholte dieseVersuche noch auf eine abgeänderte Art. Er nahm zwei. Flaschen , welche 75Zoll fassen konnten, und füllte sie mit wohl abgeklärtem Seinewasser an. Injede derselben lieft er zwölf Cubikzolle entzündlicher Luft. Er verstopfte dieFlaschen mit eingeriebenen Stöpseln, und lieft sie umgekehrt im Wasser stehn.Alle acht Tage öffnete er sie in Wasser, welches jedesmal darin, aufstieg. Erschüttelte die Luft in den Flaschen ein wenig. Nach zwei Minuten, war dieLuft in jeder Flasche bis auf 1,80 vermindert. Er lieft die Luft einer dieserFlaschen unter eine Glocke gehen, und versuchte sie im Eudiometer mit reinerLuft verpuffen zu lassen , konnte aber die Verpuffung nicht zu Wege bringen.Eine kleine glühende Kohle , die er hineinlegte , verlöschte darin nicht. Einanderes Maas dieser Luft gab mit eben so. viel Salpeterluft 1,15. Er gofs uuijidas Wasser der andern Flasche in eine Retortewelche 70 Zoll fafste, und derenHals sehr dünne war. Er stellte sie über das Feufer mit dem Luftapparate daran,kochte das Wasser eine halbe Stunde und es schied sich 0,99 eines Zolles Luftaus. Da sich aber, seiner Bemerkung nach, das Wasser im Halse wenigerhitzt, und von dem im Bauche der Retorte befindlichen herübergedrückt wird,wenn letzteres ins Sieden kommt, und daher nicht alles Wasser ins Kochenübergeht, so nimmt er an, dafs zwölf bis fünfzehn Zoll Wasser bei dieser Ope-,ration ihre Luft nicht von sich gaben, und dafs also aus 55 Zoll Was$QC nurein Zoll Luft zu berechnen wäre. Ein Maas dieser* Luft konnte mit einemMaase atmosphärischer Luft nicht verpuffen ; er mischLe demnach zu diesenzwei Maasen zwei Maase Salpeterluft, und diese vier Maase gaben ihm 2,60Ueberbleibsel. Diese Luft war also weniger rein als die gemeine. Er wieder-holte diese Erfahrung öfters, und erhielt immer einen ähnlichen Ausschlag. Erbemerkt hiebei, daft, wenn inan die Flasche nicht schüt-telt, die Verminderungder Luft geringer ist, und daft die übrig bleibende unreiner wird. (A. a. 0.)Ein anderes Mal brachte er in eine Flasche von 75 Zoll Raum, mit SeinewasserUngefüllt, acht Cubikzoll brennbare Luft, wovon zwei Maase mit einem Maase