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Erster Band.
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i 82 StfICKöAS und Sauerstoffgas.

Die reine Stickluft giebt, mit der reinen Sauerstollluft vermischt, keinenDampf. (G ottliug's Beitrag zur Berichtigung der antiphlogistischen Theorie11, S. 19 s ; Fischcr’s phys. Wörterb. II, S. 664.) — Es entsteht dabei keineVerminderung. (Molitor in der Ucbersetzung von Ingenhoufs vermisch-ten Schriften, II, S. 99; Ein Ungenannter in S cherer’s Journ. V, S. 505.)— Priestley (Beobacht, über Luft, II, S. 101) sagt, dafs, als er ein Maasvollkommen schädlicher Luft mit einem Maase solcher Luft , die genau zwei MalBesser als gemeine ist, vermischt habe, das Gemisch genau einen Raum von zweiMaas eingenommen habe.— Fourcroy führt darüber an (Systeme des ennnaiss.J, S. 165), ob es gleich bekannt sey, dnfs diese beiden Luftarten, als elastischeFlüssigkeiten zusammengebracht, nichts als Arten von atmosphärischer Luftin veränderten Verhältnissen bilden, so sei es doch bewiesen, dafs das sich ebenaus andern Körpern entwickelnde Azot das gasförmige Saucrstolfgas absorbire.Dasselbe behauptet auch der angeführte LTnbekannte (in S eher er’s Journ.V, S. 505.)— Klose sagt (in s. Pharmacologie T. II, B. 1, S. 87), das Sauer-stofTgas lasse sieh mit dem Slickstoflgas in allen Verhältnissen, und ohne dabeizerseLzt zu werden, mischen. Es entsteht bei der Vermischung beider Gas-arten keine Salpetersäure. (D. ang. Unbek. a. a. 0.) — Lavoisier be-merkt, es entstehe durch die Vermischung von vier Theilen Stickgas und einemTheile Saucrstoffgas eine der atmosphärischen Luft gleiche Luftart. (Dessenphysisch-chetn. Schriften, von Weigel übersetzt, III, S. 108.) — Im Durch-schnitt nahm er an, dafs 73 Theile Stickgas und 27 Theile Sauerstoftgas dazuerfordert würden. (Lampadius Theorie des Feuers S. 169; Göttiing’sBeitrag u. s. w. II, S. 192.) Er bemerkt hiebei aber, dafs diese Untersuchungblofs für den Himmelsstrich, den er bewohne, gültig sei; auch sagt er an einemandern Orte, cs sei möglich, dafs die Menge der Lebensluft in der atmosphä-rischen von der Jahrszeit abhänge und von mehreren Umständen verändert werde(bei Go ttling am angef. Orte, S. 233 — 231). Diese Angabe Lauoisicr’sbestätigen Fourcroy (Systeme des connaiss. I, S. 156), Bourg\uct (ehern.Wörterb. I, S. 132), Gehler (phys. Wörterb. V, S. 452 — 453). Kirwansagt, wenn eine Mischung von drei Theilen phlogistisirter und einem Theile de-phlogislisirter Luft gemacht werde , so habe diese dieselben Wirkungen als dieatmosphärische. (Dessen phys. chem. Schriften, von Crcll übersetzt, I, ersteAbth. S. 107.) — Nach Brisson werden hiezu 72 Theile reine MofeLLe und28 '1 heile reine Luft erfordert. (Dessen Traite clcmcntaire de Physiquc etc.Paris 1789.) — l)c Luc sagt, es sei eine Analogie zwischen der atmosphäri-schen Luft und einem Gemische von drei Theilen mephitischer und einem TheileLebensluft. (Dessen neue Ideen über die Meteorologie, II, S. 211, teutscheAusgabe.) — Humbo l dt lehnt sich gegen die Meinung auf, dafs diese künst-