Stickgas und S a tm s i 8 i e g a s' 483
lieh gemachten Mischungen einerlei Eigenschaften mit der atmosphärischen' Lufthätten. Er vermischte 400 Theile Stickgas 1 ) mit 100 Theilen ganz reinem Sau-erstoffgas 2) und prüfte es vermittelst des Fontanaischen Eudiometers. DieAbsorbtion war 0.9S indefs dieselbe mit der atmosphärischen Luft (von 0,27 Oxy-gen) nur 0,93 war. Eine zweite künstliche Mischung, die 0,20 Sauerstoffgasund 0,80 Stickstoff enthielt, liefs in der Eudionictrischen Röhre blos einen Rück-stand von 121 Theilen. (t\ Humboldt Scherers Journ. III. S. 159.)
Dr. Chladni fand , dafs in einem Gemisch aus Sauerstoffgas und Stick-gas der Ton höher war , als in jedem derselben für sich allein, und ganz sowie in der atmosphärischen Luft. Die zum Stickgas gemischte Portion Sauer-stoffgas mogte anfangs dem Augenscheine nach etwa den vierten, uachher etwaden dritten Thcil oder auch etwas mehr betragen , welches weiter keine beträcht-liche Veränderung des Tons verursachte. (Seine Vorrichtung s. unter Sauer-stoffgas.) (Poigt’s Magaz. I. 3tes StückS. 73. Gilbert’s Annalen III. S.19-i. Der Verkündiger 4tcr Jahrgang 1800 St. 56 S. 445. )
Eine Verbindung von 37 Theilen des Sauerstoffgas mit 63 Theilen Stickgasgiebt 100 Theile einer eigenen Gasart, die Az o tische Halbsäure, Oxy-dirtes Stickgas, Deplilogistisirte S alp e terlu ft, ( Priestley )K ön igsw a ss er luft ( Fo ntana ), S alp e t e rl uft m i t Ucbermaafs anreiner Luft ( de la Metherie), en ts äuer t e S alp et e r 1 uft ( Kino an ),salpetriges Oxyde (nitrous oxide) (l) a vy) , S a u e r s t o ffh al t i g e sStickgas ( Grcn ), Latein. Gas azotosum ( Gren ), A'er nitrosus de-p h lo g is t ic a tus; Franz. Ox g de gaseux d’ azo te ( D eimann , Paetsv a n Tr oos t w y k , L a uwer nbu r g h, Niewland, Bondt), genannt ward.( Journal de Physiquc T. XIII. p. 311 seqq.\ Grens neues Journal der PhysikI.S.2i3.)3) Diese Luft ist nach Priestley nicht sauer und leichter als atmo-sphärische, aber schwerer als entzündliche Luft. ( Priestley Beobacht, überverscied. Theile der Naturlchre III. 265 —■ 266. )
Nach Dävy verhält sich die specifische Schwere dieses Gas zu der der at-mosphärischen Luft wie 5:3, und wiegen 100 Kubikzolle 50,2 Gran. ( Davg’sResearches pag. 9-4. )
Es hat nach Pf aff einen weinichtcn, beinahe ätherartigen Geruch unds'üfscn Geschmack. (Neues allgemeines Journ. d. Chcm. B. V. Heft 1. S. 104.)
i) Das er vermittelst des S. Ijetergas und Schwefelsäuren Eisens bereitst hatte.
3) Alis oxydirt s ..lasaurem Kali.
3) Priestley entdeckte diese Gasart zuerst 1776 und die oben genannten Chemiker un-tersuchten ihr Verhalten genauer 1793. Eine vortreffliche Abhandlung darüber machteauch 11 a v y im Jahre 1S00 bekannt (Researsc(iesco?icerning chiefly nitrous oxide.)
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