StiCICGAS, S AUER ST a FF GA S USD E L E C t R I C I V r & T.' 491
rStand , dafs sie von demselben noch Funken erkalten konnte, während das Queck-silber des andern mit dem Boden in Verbindung stand. Als er mit diesem Ap-parate dephlogistisirte Luft, die nur 1/20 ihres Umfangs phlogistisirte Luft ent-hielt, zwischen kürzen Säulen von Kalilauge eingeschlossen , so lange electri-sirte, bis keine weitere Verminderung erfolgte, so hatte sie T U ihres Umfangsverloren. Wurde die nemliche dephlogistisirte Luft von destillirtem Wasserbegrenzt, so war die Verminderung vjel gröfser; auch wurde auf der Ober-fläche des Quecksilbers ein weifses Pulver gebildet. Die angewandte Laugezeigte bei der Prüfung Salpetersäure. Wurde statt derselben Lackmusauflösungangewandt, so wurde sie gleich roth, bei fortgesetzter Durchlassung des Fun-kens aber immer bläfser, bis sie endlich farbenlos und durchscheinend war.Die Luft war fast zur Hälfte vermindert. In die Röhre gelassenes Kalkwasserbildete eine Wolke, und die Luft wurde um \/$ noch weiter vermindert. Dierückständige Luft war gute dephlogistisirte. (Cavendisch in Grell’s Annal.1786. 1. S. 99. bis 111.) — Cavendisch hat durch seine Versuche gezeigt,dafs Salpetersäure entstehen könne, wenn man den electrischcn Funken in eineMischung von 3 Maas Stickgas und 7 Maas Sauerstoffgas, oder dem Gewichtenach in einen Theil von erstem, und beinahe 2,6 von der letztem liineinläfst. 1)( Crell’s Beiträge zu den ehern. Annal. B. III. Stück 2. S. 149; Kirwan’sphys. chem. Werk. III. S. 270; V oic/ts Magaz. f. d. Neueste a. d. Physik &c.IV. 2tes Stück, S. 182; Gehler’s phys. Wörterb. B. II. S. 410.) — Als Ca-vendisch durch eine Mischung von 5 Theilen Sauerstoffgas und 3 TheilenStickgas den electiischen Funken gehen liefs , verschwand das Luftvolumen fastganz. ( Fischer’s Wörterb. II. S. 606.) Wandte er 10 T,heile Stickgas und36 Theile Sauerstoffgas an, so wurde das Gemisch ganz in Salpetersäure ver-ändert. (bei Bischer a. a. 0. S. 660; Gehler’s Wörterb. B. V. S. 452.) —M\onge , van Marum und van Troostw ijk wiederholten die Cavendi-schen Versuche; sie liefsen 7 Theile Sauerstoffgas und 3 Theile Stickgas ineiner mit Wasser gesperrten Röhre eine Zeitlang electrisiren. Nach dem Ver-gliche tauchten sie ein Stück Papier in die Flüfsigkeit, und trocknete es; zu-gleich befeuchteten sie auch ein anderes Papier mit einer Salpeteraufiösuhg,und trockneten es gleichfalls. Als sie darauf beide Stücke verbrannten, bemerk-ten sie, dafs sie auf gleiche Weise brannten. 2) (Oe la Metherie über reineLuft, I. S. 288; Encyclop. methodique - Chim. III. p. 598.) — Scherer sagt
1) Am 2ten Jim 1785 theilte Cavendisch seine Versuche, durch die die Tlervorbrin-
gung der Salpetersäure aus einem Gemenge von S'tickgas und Sauerstoff gas vermit-telst des electrischcn Funkens dargethan wurde, der königl. Gesellschaf t zu London mit *
2) Hieraus schlossen sie , dafs sich Salpetersäure erzeugt habe.
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