Band 
Erster Band.
JPEG-Download
 

500

SalPETHUGAS UNP 'S AUER' STOFFGAS.

13ci der Verbindung der Salpeterluft mit der reinen scheidet sieh eine grofseMenge Wasser aus. (I, S. 2.39.) Derselbe stellte verschiedene Versuche an,um zu erfahren, in welchem Verhältnisse beide Lullarten die gröfste Vermin-derung' hervorbrächten. Die Vermischung beider 1 ) ward in einem sehr weitenGefäfse mit aller möglichen Vorsicht vorgenonnnen; die reine Luft brachteer zuerst hinein, und dann mit einem Male alle Saipeterluft. Die Resultatesind folgende :

Ein Maas Salpeterluft und ein Maas reine gaben 0,661,.Zwei — — — — — — — 0.35.

Drei — — — — — — — 0,t2.

Vier — — — — — — — 0.50.

Fünf — — — , — — — — L25.

Sechs — — — — — — — 2,25.

CI, S. 251 bis 254.) — Als derselbe ein Maas reine Luft in die Eudiometerröhrebrachte, sehr langsam drei Maase guter Salpeterluft hineingehen und dann allesruhig stehn liefs, so war nach Verflufs von 48 Stunden noch 0,90 übrig. Jetztschüttelte er die Röhre gut-, es erfolgte eine Verminderung von 0.-90, so dafsdas ganze Ueberbleibsel 0,S4 war. Vorher hatte er ein Maas von derselbenreinen Luft und drei Maase derselben Salpeterluft in einem grofsen Gefäfsedurch schnelles Schütteln vermischt das Ueberbleibsel war nur 0,1 4 gewesen.(I, 258.) — Derselbe nahm zwei an ihrem obern Theile tubulirle, und mitgekrümmten Glasröhren, weiche mit ihrem andern Ende durch einen wohl pas-senden K orkstöp.sel in einen Ballon von 200 Cubikzollcn Raum gingen, verse-hene Glocken, ln die eine brachte er zwei Theile Saipeterluft und in die andereeinen Theil reiner Luft. Ais er sic tiefer ins Wasser tauchte, und die Röhreneröffnete, wurden die .Luftarten in einen völlig trockenen Ballon getrieben. Er-füllte sieb sogleich mit rothen Dämpfen an. Die Wärme ward sehr beträcht-lich, und die Dämpfe verdichteten sich nach einigen Stunden, so dafs der ganzeBallon inwendig mit Thaue bedeckt war, welcher nichts als concentrirtc Sal-petersäure enthielt. Als er auf diese Weise in den Ballon 125 Cubikzolle Sai-peterluft und '50 Zolle reiner Luft gebracht hatte , so stieg ein Thermometer,welches er, in einer Glasröhre eingeschlossen, vorher in den Balioji gestellthatte, auf 20während die Luft im Zimmer nur 8° war. Dabei batte aber•die Glasröhre die Empfindlichkeit des Wärmemessers vermindert,; denn da erden Versuch mit einem .Thermometer wiederholte, dessen Kugel unbedeckt war,

l) Die Saipeterluft war sehr rein; die reine Luft war aus dem rothen Ouecksilberpräcipitatc ge.zogen, und erst in der Mitte der JEntwickelungszeit aufgefsngen.