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Erster Band.
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S A V P t T E B. G A S UND S A G E R S T O f 1? G A S.

Stickstoff zurückgeblieben sei, ansieht. Dieser Versuch. giebt m = HJ — 2,7.(bei Schertyr III. S. 156. ff.)

Beckmann fand die von Humboldlschc Erfahrung, dafs bei der Ver-mischung des Sauerstoffgas mit Salpetergas in weiten Gefäfsen eine beträchtlichereVerminderung Statt habe, als in engen Röhren , bestätigt. Denn als er unter an-dern die Mischung von 100Theilen eines Sauerstoffgas, welches iiT'einer 6 Linienweiten Röhre mit 300 Theilen Salpetergas nur 266 Theile Verminderung zeigte,in einem 4 Zoll weiten Glascylinder, unter sonst gleichen Umständen vornahm,so verschwanden 338 Theile. Es wurden also hier 72 Theile mehr von beidenGasarten zerlegt. ( Scherers , allg. Journ. V. S. 789 ). — Lampadius sagt,die Phänomene bei der Vermischung beider Luftarten wären folgende: 1. Ent-stehung der Wärme, 2. Ausscheidung der Salpetersäure und 3. Zurükbleibeneiner geringem Menge phlogistisirter Luft, als das Volumen beider Luftgattun-gen vor der Vermischung betrug. {Lamp a diu s kurze Darstellung der vor-züglichsten Theorien des Eeuers S. 137). Wird viel Lebensluft und wenig Sal-peterluft vermischt, so entstehen nach ihm weifse Dämpfe der mit Sauerstoffübersättigten Salpetersäure. Scherer sagt ( Grundzüge d. n. chem. Theorie S.66 ) das Sauerstoffgas werde durch Salpetergas schnell seines Sauerstoffs ohne Licht-entwickelung beraubt} und (Nachträge z. d. Grdz. S. 423) gebe , in gröfserer Mengemit wenig Salpetergas vermischt, weifse Dämpfe. ■— Gehler bemerkt (physisch.Wörterb. S. 782.), nitroses Gas gebe, mit Lebensluft vermischt, rothe Dämpfe,beide Gasarten verdichten sich, entlassen den Wärmestoff, und vereinigen sich zuSalpetersaurem. — Fischer führt an, dafs, wenn man Lebensluft zum Salpeter-gas bringe, -die Röthung, Erwärmung und Volumsverminderung bei weitem be-trächtlicher sei, als wenn statt der Lebensluft atmosphärische Luft angewendetsei. (Dessen Wörterb. VI, S. 272.) — llildebrandt behauptet (ehern, undmineral. Geschichte des Quecksilbers, S. 111 ), dafs Salpetergas, wenn es diereine Feuerluft berühre, zu rothem Dampfe werde, der eine nicht völlig saureSalpetersäure sei. — Fourcroy sagt, das Sauerstoffgas verwandele das Sal-petergas niemals in Salpetersäure {ac'ule nitrique ), sondern nur in rothen sal-petricht sauren Dampf {vapeur nitreusc rulilante) , oder was dasselbe sei, inmit Salpetergas gesättigte Salpetersäure. {Systeme des connaiss. III, S. 113.)

Mayer { Anfangsgründe der Naturlehre, S. 366.) sagt, reines Sauerstoffgaswerde vom Salpetergas ganz absorbirt. 1)

I) Auf die Absorbtion des Sauerstoffgas durch Saipetergas gründet sich die sogenannte Eudiometrie, besserOxygenometric, von der mehr unter der Abtheilung atmosphärische Luft und Salpetergasverkommen wird.