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Dritter Band
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Anhang zu a t m o s v h .« r i s c :i a Luft und Licht.

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C 1 i m a t o 1 o g i e,

sind, so zerstreuen sich die Wolken im Niederlande, währendes im Oberlandemehr regnet.

d ) Das Clima tiefer Ebenen zeichnet sich durch weniger Regen aus.In Tb üringcns Flächen ist es gewöhnlich im Sommer nur etwas trübes Wetter,wenn der Harz im völligen Regen steht. Die Wolken fliegen durch Westwindüber Thüringen hin , und verdichten sich wieder im sächsischen Erzgebirge zuRegen. Der Saatzeikrcis in Lohmen ist wieder ohne Regen, und im Mitteige-bürge regnet es häufig. Wenn Gewitter in die Ebenen kommen, pflegen sielange zu verweilen und heftig zu sein. Grenzen diese Ebenen an hohe Ge-birgsketten. so wird durch das Zurückwerfen der Sonnenstrahlen ihre eigen-thümliche Wärme sehr vermehrt.

e) Das Thalklima bietet unter übrigens gleichen Umständen die gröfsteFruchtbarkeit und die gröbsten Abwechselungen in der Temperatur dar. AmTage prallen die Sonnenstrahlen von Bergen und Felsen mannigfaltig zurück,und es entsteht die höchste Wärme; in der Nacht bindet der verdunstendeFlufs viel Wärme, und cs entsteht eine kältere Temperatur, als auf den benach-barten Bergen.

/) Das Clima waldiger Gegenden zeichnet sich durch Erhaltunggröfserer Kälte in den gemäßigten Erdstrichen, und Erhaltung gröfserer Hitzein den heissen Erdstrichen aus. Das alte Germanien und das jetzige Nord Cey-lon dienen hier zum Beweise. In den Wäldern des letztem ist die feuchte Hitzewegen Mangel an bewegter Luft erstickend. Bindung der Wärme durch Ve-getation, Anziehen der Wolken, Schaltengeben und Verhinderung des Luft-wechsels sind hier die wirkenden Ursachen.

ff) Das C1 i m a der Sand wüsten und Steppen zeichnet sich besondersdurch grofse Hitze und Trockenheit aus. Auf dem heissen unbewachs.enenSande erzeugt das Sonnenlicht starke Hitze. Wenig Wärme wird durch Aus-dünstung gebunden. Gestorbene Thiere vertrocknen ohne Fäulnifs.

h) Diesem gerade entgegengesetzt ist das Clima der flachen Snmpf-länder. Die stete Verdunstung erregt Eiihle. Die Luft wird mit Wasserdampfüberladen , und häufige Nebel bedecken die Flächen.

i) Das Küsten- und ln sei kl im a hat stets Mäfsigung , sowohl in derKälte, als Wärme. Das Meer ist gleichmäßiger durch die allgemeine Wärmeder Erde erwärmt, und ändert als schlechter Wärmeleiter seine Wärme nichtleicht. Nach Rum/ord’s Bemerkung fallen im Winter bei ruhiger See dieerkälteten specifisch schwerem Wasscrtheile in den Meeren nieder . und wärmeresteigen stets auf. Im Sommer werden umgekehrt die stärker erwärmten mehr

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