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aehtungen gebraucht werden, die gerade keine grofse Genauigkeit erforderten,und nur so kurze Zeit dauerten, dafs mau annehmcn konnte, der Druck deräufsern Luft verändere sich während derselben nicht merklich.
G eoff r oy führt im Jahre 1700 ( Mein. physiqucs et mathematiques dei'Acad. ä Paris. 1700, p. 120) an , er habe sich um eine geringe Erkältung desWassers hinlänglich deutlich zu machen eines Thermometers bedient, welcheseine Glaskugel gewesen sei, die keine andere Oefi’nung gehabt habe, als dieeiner sehr dünnen Rohre-, die fast bis auf den Boden der Kugel hinuntergeslie-gen sei. An den Boden der Kugel sei eine Flüssigkeit gewesen, in die dasRöhrchen eingetaucht habe; der übrige Thcil derselben sei einzig mit Luftangefüllt gewesen. Sei die Luft verdünnt, so sei die Flüssigkeit in das Röhr-chen hinauf gestiegen, welche im Gegentheile bei Verdichtung der Luft hinab-gesunken sei. Er rühmt dieses Thermometer als ganz besonders empfindlich.
Amontons verbesserte im Jahre 1702 ( Mem. de Mathematique et Physiqucde I’Acad. d Paris , 1702 p. 155 ff.; Histoire. p. 1 ff.) das Luftthermometer.Er nahm eine unten aufwärts gekrümmte Glasröhre, die mit ihrer Krümmungsich in eine angeschmolzene Kugel endigte. Der Durchmesser der Röhre mufsteunbeträchtlich gegen den der Kugel sein. Die Kugel war voll Luft; in derRöhre aber befand sich so viel Quecksilber, dafs, wenn das Instrument insiedendem Wasser stand , die Höhe der Quecksilbersäule über der untern Oueck-silberflächc mit der Barometerhöhe zusammen genommen 73 Pariser Zoll betrug.War z. B. die Barometerhöhe 28 Zoll, so mufste die Quecksilbersäule 45 Zolllang sein. Amontons setzte alsdann an die obere Fläche der Quecksilber-säule 73 Zoll, und trug längs der Röhre Pariser Zolle und Linien hinab , welcherückwärts gezählt wurden, so , dafs an der untern Quecksilberfläehe über derKrümmung 28 Zoll standen , wenn es nöthig gewesen wäre, die Röhre so weitzu bezeichnen. Wurde nun die Luft in der Kugel durch das Erkalten minderelastisch , so sank die Quecksilbersäule hinab , und ihr Stand gab eine gewisseAnzahl von Zollen an, von der man jedesmal so viel abzog, als die Barcme-terhöhe über 28 Zoll war, oder so viel hinzusetzte, als diese unter 2S war,um das abzurechnen, was Idos vom veränderten Drucke der Luft, und niehtvon der Wärme herkam. So viel Ehre dieses Instrument nun auch seinem Er-finder macht, so hat es doch als Wärmemaafs noch grofse Fehler. Es wirdan 4 Schuh lang, läfst sieh kaum ganz in siedendes Wasser stellen, und nichtohne Gefahr des Verlusts an Luft von einem Orte zum andern bringen. Amon-tons selbst sah es nur als ein Normalthermometcr an, nach welchen man denFlorentinischcn Weingeisttheimomctern bestimmte Eintheilungen geben könnte.Aber auch hierzu mufs voraus gesetzt werden, dafs sich Veränderungen des"Volumens durch die Wärme genau eben so verhalten , wie die Verämlcrungei?