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Dritter Band
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Atmosphärische Lvn ! v.vb W m r m t

des Drucks, den eine bestimmte Luftmasse tragen kann. Ueberdem wird auchdie Quecksilbersäule durch die Wärme ausgedehnt, ihr Stand in der Kugeländert sich, und macht den Anfang der Skale veränderlich, das Volumen derLuft selbst bleibt nicht ganz uiigeändert, und sogar die Fähigkeit derselben ihreElasticität durch die Wärme zu ändern nimmt bei zunehmendem Drucke zu,und verhält sich wie Amontons fand , wie der Druck selbst. Endlich könntennoch diese Thermometer verschieden sein . je nachdem die bei ihrer Verferti-gung in der Kugel gesperrte Luft feuchter oder trockner, und von verschiedenerMischung gewesen wäre.

Es ist zwar das Gesetz, nach dem die Dichtigkeit der Luft, von ihrer Wärmeabhängt, nicht zuverläfsig bekannt: man könnte aber mit Daniel Berno ulli(Jlfjdrodynamica. Sect. X , §. t>) annehmen, bei gleicher Dichte verhalte sich diedie Wärme wie die Federkraft. Dieser Satz sagt im Grunde so viel, als: DieWarme verhalte sich wie die specifische Elasticität. Aus diesem von Bernoullizuerst zum Grunde gelegten Satze folgt dann sehr leicht folgender : Bei gleicherMasse der Luft und bei gleichem Drucke wächst die Wärme im Verhältnissedes Raums, durch den sie die Luft ausdelmt, so, dafs bei gleichem Raumeund Drucke die Dichtigkeit sich umgekehrt wie die Wärme verhält. Würdedaher eine bestimmte Luitmasse bei einerlei Druck durch eine gröfserc Wärmein einen doppelten Raum ausgedehnt, so würde auch eine noch ein Mal sogrofse Kraft erfordert, sie in den vorigen Raum zu bringen. Eben diese Sätzehat auch Lambert (Abhandlungen von den Barometerhöhen und ihren Verän-derungen . in den Abhandlungen der churbaierschen Akademie der Wissenschaf-ten , B. III, Th. II, ; p. 89 f.) angenommen, und, wenn sie in der Natur wirk-lich Statt fänden, so würde man Luftthermometer v-erfertigen können, welcheetwas mehr, .als Thermoskope wären. Durch die Anwendung dieser Grund-sätze Ratte man also ein Mittel, die Grade der Wärme mit einander zu verglei-chen, und von der eigentlichen Gröfse einer jeden andern Wärme jzu urlheilen,wenn ein bestimmter Wärmegrad .auf immer als -die Einheit oder das Maafs wäre ,festgesetzt worden. Zu dieser Absicht schlägt Bernoulli den Grad der Hitzedes siedenden Wassers vor.

Ein Luftthermometer dieser Art liefse sich y.u Stande bringen , wenn manan einem -gewöhnlichen unten aufwärts gekrümmten Gefäfsbarometer die -Oeff-i\ung des Gefafses zuschmelzen würde. Die in dem Raume des Gefäfses überdem -Quecksilber -.eingeschlossene Luft wird hei greiserer Wärme eine höhere Pbei.geringerer eine niedrige Ouecksilbersäule tragen; und wenn der Durch-messer des Gefäfses in Vergleich mit .der Weite der Röhre sehr grofs ist, s-ebleibt der Raum, den die Luft ausfüllt, also ihre Dichtigkeit in beiden Fällenbeinahe .einerlei. Es verhält sich .also die Flöhe dieser Ouecksilbersäule .beinahe