Atmos p.'h inscitB Luft und W m a m
7 *
wie die zugehörige Warme. II er mann (Pho/onomia , Lib. //, cap. XXIV.prop. 85 schol. p. 377) schlug diese Einrichtung zuerst vor, um dadurch mit-telst einer Formel die mittlere Geschwindigkeit der Theilchen zu bestimmen ,in deren Bewegung er nach dem CarLesianischen Systeme das Wesen der Wärmeund Elasticität- setzte. Bei dieser Einrichtung blieb aber doch der Fehler,dafs die eingescldossene Luft bei jeder verschiedenen Wärme nicht genau einenRaum von einerlei Gröfse behielt. Es schlägt deshalb Daniel BernoulliC Uydrodijnamica l. c.) vor, das Thermometer vertikal in siedendes Wasser zubringen, und die Stelle der Röhre M, Fig. 3, Taf. XVIII, zu bemerken, bei der dieobere Quecksilberfläche stehenlbleibt, darauf aber'das Instrument so einzurichten,dafs man die Röhre A B an der Tafel in jede schiele Lage E a bringen könne.Gesetzt nun, die Quecksilbersäule reiche nur bis G, so neigt man die Röhreso lange, bis das gegen a zurückende Quecksilber nach g kömmt, wo Eg =E M. In dieser Lage ist in der Röhre eben so viel Quecksilber, als in Fl MPlatz bat; daher auch eben so viel im Gcfafse , als bei der Einrichtung desInsrurnents in siedendem Wasser darin war, also der Raum E F II immer gleichgrofs. Jetzt verhält sich also die Siedhitze des Wassers zur gegenwärtigenWärme wie E i\I zu g h. Will man andere Grade der Wärme für die Einheitannehmen-, so kann man auf folgende Art ein völlig übereinstimmendes Luftther-mometcr verfertigen. Bei gleicher Dichte und Elasticität ist die Wärme der Lufteinerlei. Mau nehme demnach die Wärme für die Einheit an , die in der Luftbei einer gewissen Dichte und Elasticität Statt findet; z. B. diejenige , bei derdas Barometer 28 Zoll hoch stehet, und ein Cubikfufs 600 Gran wiegt. Bei derVerfertigung des Thermometers mufs man nun zuerst die Dichtigkeit der Luftzu derselben Zeit suchen, und zugleich den Barometerstand beobachten. Hatman nun die Röhre gehörig mit Quecksilber gefüllt, und zugeschmolzen, somufs man vor allen Dingen an der Röhre einen Punkt bemerken, welchen dasQuecksilber bei einem gewissen Grade der Hitze erreicht. Würde alsdann zurZeit dieses Versuchs ein Cubikfufs Luft 600 Gran wiegen, und der Barometer-stand 29 Zoll hoch gefunden werden, so neige man hierauf die Röhre, bis dasQuecksilber die Stelle g erreicht, und bemerke die Höhe g h , so gehört dieseHöhe der-Wanne der Luft zu, die bei derselben Statt hat, wenn ein Cubikfufs500 Gran wiegt, und das Barometer 29 Zoll hoch stehet. Hieraus ergiebt sichleicht die derjenigen Wärme gehörige Höhe, die das Maafs jeder andern Wärmesein so!!. Bei dieser soll nemlich das Barometer 28 Zoll hoch stehen, und einCubikfufs Luft 600 Gran wiegen. Die gesuchte Flöhe sei = x , und die Höhe,die der Wärme zugehört, bei der die Dichtigkeit der Luft 500 Gran ist,und das Barometer 29 Zoll hoch stehet — y , so hat man : 600— nq : y }28 ■ 29 ~ y : x mithin.x == *g—nq= - . ~ . n q. Wird mm diese Höhe x.